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0:03Lea WernliInsights Inside, Aha-Momente für mehr Leichtigkeit im Leben, Business und Beruf. In diesem Podcast stehen persönliche Erkenntnisse im Vordergrund unter dem Motto: There's nothing to do, there's something to see. Du entdeckst die 3 Prinzipien hinter dem Leben und lernst, wie mehr Gelassenheit, innere Ruhe und entspannter Erfolg auch für dich möglich sind. Genieße die folgenden Minuten. Hallo ihr Lieben, schön seid ihr wieder dabei bei unserem Podcast Insights Inside. Und mit mir sind heute Silvia Kettil aus Wien. Hallo! Und Celia Stevens in Deutschland bei Frankfurt.
0:53Silvia KettilHallo!
0:54Lea WernliUnd ich sehe wie ein Engel aus, weil die Wintersonne in mein Fenster scheint in Zürich. Genau, mein Name ist Lea Wernli. Ja, ich habe den Januar voller Bussen, und was das heißt, ist, ich habe tatsächlich von der Polizei Bussen bekommen für Dinge, die ich unerlaubterweise im Verkehr begangen habe. Und warum bringe ich das in den Podcast heute? Weil die Erfahrung, Bälle zu bekommen, das lebendige Leben zu fühlen, Dinge zu erleben, die wir vielleicht nicht immer ganz so lustig finden, die bleibt.
1:47Also diese Prinzipien, von denen wir sprechen, die lassen nicht das Leben verschwinden. Auch nicht. Die Steuern oder Kinder oder Hunde, die krank werden, oder Dinge, die wir erledigen dürfen, oder eben auch mal zum Beispiel Verkehrsdelikte und Bussen. Warum diese Prinzipien trotzdem das Coolste überhaupt sind, was ich jemals lernen durfte, möchte ich eben mit diesem Beispiel erklären. Ich habe vor 4 Tagen ein erstes, einen ersten Brief bekommen, und da war eine Busse drin für ein Abbiegen auf eine— nee, es stand eben nichts, es stand nur für ein Verkehrsdelikt an diesem und diesem Ort über 100 Franken.
2:51Und dann habe ich auf die Polizeistation habe ich angerufen und gesagt, ich müsste wissen, wo das ist, weil ich habe tatsächlich keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe. Damit ich das nicht mehr tue, können Sie mir bitte sagen, wo das ist? Und das ist in Zürich. Und alle, die hier in der Nähe sind, die wissen, die Langstrasse, das ist die Ausgehmeile. Und ich bin dort auf diese Strasse eingebogen, die seit September verboten ist, dieses Abzweigen.
3:27Und warum bin ich da? Ich bin da, weil dort ist ein Secondhand-Laden, in dem ich manchmal einkaufe oder Dinge verkaufe. Und da war ich das letzte Mal im September. Als ich die 100 Franken Buße bekommen habe, da natürlich habe ich im Innen leer geschluckt und ich fand es ein bisschen doof und ich habe mich über mich geärgert, so circa 10 Minuten. Und habe all diese Gefühle gefühlt, und dann war das wieder weg. Ich habe ein Konto, das ist für meine ADHS-Auslagen.
4:09Und was das bedeutet: Seit ich ein erwachsener Mensch bin und Dinge tun muss, die auch Geld kosten— das ist in der ADHS-Community ein bekanntes Phänomen, dass wir meistens oder oft mehr zahlen, weil wir verpeilt sind, das Vergessen, Bibliotheksgebühren, Bussen, Parkbussen, Kratzer am Auto. Das kommt durch die manchmal Unaufmerksamkeit und Impulsivität, die mit diesen neuronalen Strukturen einhergeht. Die haben sich übrigens auch nicht verändert, die neuronalen Strukturen, durch die Prinzipien.
4:53Aber mein Umgang heute, habe ich eben ein Konto, und dann kann ich das von dem zahlen, ohne dass es wahnsinnig schmerzt. Jetzt geht es aber weiter. 3 Tage später kamen 3 Briefe. In jedem dieser Briefe stand dasselbe: Ich bin 4-mal falsch abgebogen. Es war so absurd, dass ich tatsächlich nicht mal mehr wütend oder schamvoll oder schuldvoll mich gefühlt habe, ich musste tatsächlich lachen. Also es war 4 mal 100 Franken, einbiegen auf die Langstraße.
5:42Okay, ich habe wieder derselben Dame angerufen, dieselbe Dame angerufen. Und was lustig war, und das, das zeigt in dieselbe Richtung, in der Schell ja im letzten Call gesprochen hat, Ich, ja, es ist passiert. Ja, Scheibe, Scheiße, war verdammt noch mal. Und ich war in einem Space von, und was jetzt? Und da hatte ich die Idee, dass ich ja mein Lehrerinnen- und Heilpädagoginnen- und Coachsein hervorkramen könnte. Und habe der Dame gesagt, schauen Sie, ich bin Lehrerin unter anderem, und wenn ein Schüler, eine Schülerin einen Fehler macht und einen Folgefehler macht, dann kriegt er keinen Punktabzug.
6:41Also könnten wir da irgendwie miteinander was aushandeln? Es ist mir klar, ich habe einen Fehler gemacht und ich muss auch eine Busse bezahlen. Und die musste so lachen, dass sie gesagt hat, füllen Sie doch direkt das Formular aus, vielleicht können wir da tatsächlich was tun. Ich werde euch dann auf dem Laufenden halten, was dabei rauskommt. Aber die, die Bussen sind jetzt gerade on hold, die sind pausiert, weil jetzt mein Antrag bearbeitet wird.
7:22Und ich habe sehr kreativ diese Folgefehler-Geschichte noch etwas erweitert und so ausgeschmückt, und die das jetzt eingereicht. Mal schauen, ob dieser kreative Impuls etwas auslöst. Was es auf jeden Fall ausgelöst hat, ist, dass ich einigermaßen okay und einigermaßen leicht, obwohl jetzt mein ADHS-Konto geplündert ist, durch diese Erfahrung gehen konnte, mit dem neugierigen Geist von: Fällt mir irgendwas ein, was ich allenfalls tun könnte, um diese Situation zu verändern?
8:15Und das an sich hat mir ja schon eine andere Erfahrung beschert. Und das reicht schon ganz weit, weil ich war nicht wütend. Und durch das war ich nicht wütend mit meinen Kindern bei den Hausaufgaben. Und dadurch habe ich nicht vergessen, das Essen zu kochen und mich in Schuld und Scham und Wodka vielleicht mich damit vergnügt, wie das früher der Fall gewesen wäre. Und diese Möglichkeit einer neuen Erfahrung mit unpleasant things, mit Dingen, die nicht unbedingt lustig sind— das ist jetzt nicht klein, keiner wünscht sich das, es ist nicht wahnsinnig schlimm, aber es ist auch nicht lustig— aber die Belastung ist so viel geringer.
9:17Und das finde ich extrem cool und unglaublich hoffnungsvoll, dieses kreative Potenzial von Moment zu Moment zu Moment noch bewusster und noch bewusster und noch bewusster erleben zu können. Genau. Das ist die Geschichte der Langstraße.
9:48Silvia KettilIch habe— ich sitze hier, Lea, und muss innerlich so mitfühlen und lachen, weil ich denke mir, Gott sei Dank fährst du Auto, dann haben wir immer Stoff für Podcast-Episoden. Weil Lea und ich hatten schon— wann war das? Im Januar, Anfang Januar auf der englischen Podcast, du hattest dann andere Buße für 2 cm Schnee zu viel auf deinem Auto. Also das ist nicht nur diese Landstraße, sondern es war ja schon vorher was da. Ja, ja, spannend. Und ich habe auch gerade gedacht, vielleicht bräuchte ich auch eine ADHS. Wie heißt die, wie hast du das genannt?
10:34Lea WernliADHS.
10:35Silvia KettilADHS-Kasse, auch wenn ich das gar nicht vielleicht habe, weil es passiert mir durchaus auch solche Dinge, aber Heiko fängt das immer einfach ab.
10:47Lea WernliHeiko ist dein Konto in dem Fall, aber es ist nützlich, ein, ein Konto für Dinge, die krumm gehen, einzurichten. Das hilft sowieso.
10:58Silvia KettilJa, ich bin nämlich jemand, die nicht mal die Briefe aufmacht. Ich, es beeindruckt mich, dass du die Briefe aufmachst, und zwar 4 hintereinander. Das ist mal, schon mal gut. Deswegen brauche ich Heiko da. Ja, ja, wir haben, wir haben das schon ja immer wieder gesehen. Das ist eine andere Erfahrung vom Leben, ist möglich. Das, das höre ich aus, aus dieser Geschichte wieder mal. Die, die Fähigkeit, entspannt zu bleiben, in die Fähigkeit, kreativ zu bleiben in diesen Situationen, wenn wir nicht alles, was mit und durch uns passiert, so persönlich nehmen. Das habe ich gehört. Was hast du gehört?
11:54Celia StevensWir haben im Prinzip auch so— ich habe auch eine witzige Geschichte mit— also ich vielleicht, ich muss mal schauen, ob nicht mein Lebensgefährte, mein Mann, vielleicht ADHS hat, weil er regt mich ständig wirklich ständig. Und das letzte Mal haben wir so mit Strafen, weil dann zahlt er es ja nicht ein, dann kommen dann irgendwie hohe und hohe Strafen. Und ich glaube, das letzte Mal habe ich ihm 1200 € überwiesen. Das ist wahrscheinlich wirklich viel Geld.
12:20Aber das Spannende, wir in Österreich haben ja so ein, für die Autobahn so ein Autobahnpickerl heißt das bei uns. Ich weiß nicht, also Vignette, ob ihr auch sowas habt für die Autobahn und so. Und das läuft immer von Jänner bis Dezember und Man hat dann, glaube ich, bis Ende Jänner Zeit, sich für das neue Jahr was zu kaufen. Ja, und wir sind das ganze Jahr Auto gefahren und wirklich lange, lange Strecken quer durch Österreich und in Wien auch müssen wir das bezahlen.
12:52Und im Dezember haben wir 3 Strafen bekommen, weil wir keine Vignette auf dem Auto haben. Und ich habe mir dann nur gedacht, und das waren auch jedes Mal 100€. 3 Stück. Und ich habe gedacht, wie kann es ein ganzes Jahr untergegangen sein und plötzlich im Dezember kommen die volle Pulle, oder? Ja, also ich lache dann auch meistens so. Mein Mann kann sich da eher ärgern über solche Dinge, aber ich denke mir auch, es passiert einfach, oder? Es ist vielleicht, vielleicht hilft dir das Wissen um die 3 Prinzipien gerade bei Strafen und mit diesen ganz, mit den organisatorischen, administrativen unglaublich viel, weil man sich dann nicht so viel ärgert, Denn wenn man wieder irgendwo wieder den, den, wir sind dann alle so, wir sind ja sowieso, hey, lasst alles leben und so frei wie möglich, und dann kommt die ganze Administration und der ganze Staat und sagt, nein, das darfst du nicht machen, nein.
13:55Und deswegen irgendwie gutes Wissen mit den 3 Prinzipien, ja, okay, gehört dazu, und vielleicht fällt mir ja was Kreatives ein.
14:06Lea WernliJa, und, und auch nicht in so diese Muster zu fallen: Wer bin ich und warum mir und, und immer ich. Und das Leben passiert uns auch, vor allem meistens, und, und der Umgang damit ist, ist die große Veränderung. Und, und manchmal findet man es auch einfach nur saudoof, und auch das ist total okay und kein Problem. Aber irgendwie, da hast du recht, Silvia, dieses, diese, diese Normen werden ein wenig weicher an den Ecken und Kanten.
14:58Celia StevensDadurch. Ja, ich denke mir dann, wir haben ja irgendwie die Freiheit, einen freien Willen, von welcher Seite auch immer man das jetzt betrachten möchte, da gar nicht in den 3 Prinzipien so tief zu gehen. Aber wir haben an sich die Freiheit. Und ich sage immer, wenn ich in Österreich leben möchte, dann muss ich mich nach diesen Gesetzeskonformen halt halten. Das ist das Spiel im Außen, das Und ich habe aber die Freiheit, ich kann ja auch auswandern, ich kann ja irgendwo anders hingehen.
15:24Also rein theoretisch habe ich die Freiheit und kann das tun. Aber diese Spielregeln im Außen sind halt da. Und ich glaube, wenn wir diese Spielregeln im Außen, die einfach für die Gesellschaft da sind, damit die Gesellschaft auch irgendwie funktioniert, irgendwelche Regelungen, das nicht persönlich zu nehmen, weil es hat nämlich genau überhaupt nichts mit mir zu tun, ja, das hat Das ist kein— da gibt es niemanden da draußen, der mir jetzt etwas Böses damit tun möchte oder mir irgendwie eine Falle stellen möchte oder mir— also es hat einfach nichts mit mir zu tun.
16:02Und ich glaube, wenn man das schon irgendwie ein bisschen erkennt, dass es nichts Persönliches ist, es ist einfach, wie Menschen draußen reagieren oder welche Normen da draußen sind. Es hat einfach nichts mit uns zu tun.
16:16Silvia KettilGenau, ja, ich musste an Linda wieder denken. Ich hatte es in der letzten Episode erzählt, weil sie, sie fing gestern in dem Call an mit, wie simpel diese 3 Prinzipien sind, und noch mal zurückzugehen zu der Tatsache, dass viele Menschen unschuldigerweise gar nicht wissen, dass ihr Denken da ist oder sie nicht sind. Und ich glaube, darauf kommt es zurück. Zu wissen in solchen Situationen, ich kann alles Mögliche darüber denken. Das bin ich nicht. Das ist nur das, was verantwortlich ist für ein Gefühl in einem Moment. Und darüber hinauszuschauen, zu was drunter ist. Nämlich in, in deinem Falle ja dieses kreative Einfälle, um mit der Situation umzugehen.
17:46Lea WernliJa, ja, voll. Und ich hau ja dann immer die Prinzipien raus, Bei der Schneegeschichte hatte ich natürlich unglaublich Freude, weil ich so ungerührt war, als die Polizei mir die Buße gegeben hat. Er hat gesagt, Sie sind die Freundlichste heute, die eine Buße bekommt. Und dann habe ich gesagt, ja, wollen Sie wissen warum? Ich weiß was, habe ich gesagt. Ja, ja, ich weiß, dass Sie mich nicht wütend machen können, sondern nur meine Gedanken. Und sie hat einen Moment innegehalten, die Polizistin, und ich dachte, yes, ich habe 100 Franken gezahlt, um die Prinzipien zu verbreiten.
18:52Genau, ja. Oh, sorry, ich habe es ausgemacht. So, ihr Lieben, vielen Dank. Vielleicht habt ihr was gehört, vielleicht musstet ihr schmunzeln, vielleicht habt ihr euch erkannt. Und ja, wir sind alles Menschen, und ja, uns passieren Dinge, und ja, Wir denken und wir fühlen und wir haben eine wahnsinnig potente kreative Kraft von Moment zu Moment in und durch uns. Und diese, dieses Hoffnungsvolle darin mitnehmen zu können. Lasst uns einen Kommentar da oder teilt mit Freundinnen und Freunden und Familie. Wir freuen uns über Alles, was wir von euch mitbekommen und hören. Vielen Dank, bis zum nächsten Mal.
19:58Silvia KettilTschüss!