#164 Symptome und Diagnosen: Dennoch ein ruhiger Geist

Insights Inside · 10. Mai 2024 · 23:55 Min.
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#164 Symptome und Diagnosen: Dennoch ein ruhiger Geist
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Lea und Shailia sprechen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Symptomen wie ADHS und Perimenopause. Sie diskutieren, wie Diagnosen kurzfristig Erleichterung bringen können, aber letztlich das Vertrauen in die innere Weisheit wichtiger ist als ständige Selbstbeobachtung. Die Episode zeigt, wie ein ruhiger Geist trotz körperlicher und mentaler Symptome möglich wird.

Kapitel

In dieser Folge von „Leichter Leben“ teilen Lea und Shailia ihre persönlichen Erfahrungen mit Symptomen und ihren Diagnosen – wie ADHS, Perimenopause und sogar der Scanner-Persönlichkeit. Keine Frage: Diese Art von ‘Einschubladisierungen’ kann kurz- oder langfristige Erleichterung bringen, da sie unserem Gehirn eine Erklärung bietet. Doch letztendlich haben wir alle eine klare innere Stimme, die uns sagt, was zu tun ist, wenn es etwas zu tun gibt. Diese Episode gewährt Einblicke in persönliche Kämpfe und zeigt, dass Vertrauen in unsere innere Weisheit das Leben leichter macht.

 

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0:03ShailiaHerzlich willkommen bei Leichter Leben, dem Podcast für mehr Entspannung und innere Gelassenheit. Hier sind Shelly Stevens, Silvia Kittil, Lea Wernli und ich, Sandra Heim.

0:19LeaHallo, ich will immer uns vorstellen, und das müssen wir ja gar nicht mehr hier im Podcast. Leichter leben. Ich bin mit Celia und gerade haben wir auf Englisch zu sprechen begonnen, weil wir auch einen englischen Podcast haben. Und normalerweise sind natürlich Silvia und Sandra mit uns und dann driften wir nicht ab. Also falls wir plötzlich Englisch sprechen sollten, dann bitte verzeiht uns. Genau.

0:53ShailiaListen for the feeling.

0:55LeaNur nur das Gefühl, nur das Gefühl zählt. Wir haben gerade über Menopausensymptome oder ADHS-Symptome gesprochen und das ist wirklich spannend, weil Shelia sagt mir immer wieder: Ich ich erlebe die gar nicht bei dir. Ich sehe die gar nicht. Ich nehme die dich nicht so wahr, dass diese Symptome sich sind. Es gibt ganz kleine Bereiche, da bin ich ein bisschen handikapiert, dass es auch Celia auffällt. Das ist Passwörter bei Technik. Ich habe eine Stunde vergeudet von unserer lieben Assistentin und Celia diese Woche, und ich kriege es wirklich nicht hin.

1:48Und es erscheint total banal und eigenartig, dass das so ist. Was ich aber eigentlich sagen will, ist, ich habe nach wie vor Symptome. Ich habe nach wie vor ein Brain, der sich anders verhält in Situationen, in Momenten, als vielleicht ein typischer Brain. Was ist schon typisch? Aber so, wenn man irgendwie einen Zwischenwert nimmt. Was heute tatsächlich der Unterschied ist, ist, dass ich ganz oft nicht handle. Also der Reaktionsteil bleibt oft aus.

2:35Und warum wir darüber zu sprechen begonnen haben, ist, ich habe wenige Symptome, die ich im Moment der Prämenopause zuordne. Ich fühle aber, oder habe in der letzten Zeit auch ADHS-Symptome gefühlt, und, und das sind unter anderem manchmal Konzentrationsschwierigkeiten, ein bisschen foggy, neblig, Vergesslichkeit. Das sind auch Impulskontrollengeschichten, wie sofort im roten Bereich sein, Wut oder Emotionen, die so ein bisschen heftiger sich anfühlen.

3:27Was aber wirklich der Unterschied zu früher ist, und für das bin ich allem, was ich gesehen habe, unglaublichst dankbar, Also eben, was weiß ich tief, auch wenn ich es oft vergesse? Aber ich weiß, ich fühle Gedanken von Moment zu Moment, Gedankenenergie von Moment zu Moment, die sich neblig zeigen kann oder unfokussiert oder aufgewühlt oder mit einer sehr aktiven, großen Aktivität, die zu ein bisschen Einschlafschwierigkeiten führen kann. Also ich fühle diese Form von Energie mal mehr, mal weniger intensiv.

4:20Und das zu wissen hat dazu geführt, dass ich viel weniger damit tun muss. Und weil ich weniger damit tun muss, staple ich keine Geschichten über, wie ich zu sein oder zu fühlen habe darauf, sondern ich bin gerade mit dem, was ist. Und wie ich es wunderbarst auch kalibrieren kann, wo ich im Innen bin, ist, wenn ich darauf zu reagieren beginne, dann ist mein Stresslevel, meine Angespanntheit, mein vielleicht auch wirklich zu viel auf dem Teller haben, eine Manifestation im Außen, dass ich Dinge verliere, dass ich Kratzer am Auto bekomme, dass ich laut werde mal.

5:16Da, und, und so habe ich nicht nur eine innere Navigation, sondern sehe, ah, da ist was, alles klar, runterfahren, hinschauen, spüren. Inhalten. Aus diesem Grund bin ich gar nicht mehr so diagnoserpicht heute. Also es ist cool, manchmal zu wissen, auch vor allem für unseren Verstand. Es ist auch spannend, sich mit Themen, die sich vielleicht neu zeigen, auseinanderzusetzen. Aber früher wollte ich wissen, ist das Prämenopause oder ist das jetzt ein ausgeprägteres Symptom von ADHS oder Autismus-Spektrum oder, oder, oder, oder.

6:13Und heute interessiert mich dieser Teil nicht mehr so sehr, oder ich muss mich darin auch nicht verlieren, sondern kann zurück ins Leben kommen und mit dem umgehen, was gerade ist. Und das kann durchaus sein, dass meine innere Weisheit, der gesunde Menschenverstand, die Intuition, neue kreative Ideen, wie wir das auch immer nennen wollen, mir gibt: Hey, es gibt eine coole Nahrungsergänzung! Ah ja, die versuche ich. Oder: Frau Wernlis, du hast dich total total wenig bewegt, so, komm, da braucht es wirklich so ein bisschen mehr Luft, Liebe und Sonne, oder was auch immer sich zeigt.

7:09Aber nicht, weil ich glaube, dass ich das tun muss bezüglich der Diagnose oder der Symptome oder, oder, oder. Macht das Sinn, Shelia, oder was hörst du darin?

7:25ShailiaIch höre sehr viel drin und ja, ich greife einfach das auf. Also ich fand das so spannend, also eben als wir im Vorgespräch darüber geredet haben, weil ich hatte ja dir im Vorgespräch erzählt, wie das für mich in den letzten paar Jahren war, weil ich habe sehr wohl gemerkt, plötzlich begann ich im Innen ganz anders mich zu fühlen. Und ich hatte dann plötzlich wirklich Wut. Also in Gesprächen mit manchen Menschen, die ich sehr schätze und liebe, gab es irgendeinen einzigen Satz, der mich getriggert hat, und ich bin an die Decke gegangen und habe also wirklich übertriebene, unpassende Dinge gesagt.

8:15Und das kenne ich nicht von mir. Also das ist einfach nicht, was ich— diese Wutgefühle überhaupt zu haben, geschweige denn das rauszulassen an jemand anders in der Form. Es sei denn, ich bin am Anfang meiner Ehe vor 30 Jahren, wo ich noch richtig temperamentvoll war und habe Schuhe fliegen lassen. Ja, der arme Heiko. Ich weiß echt nicht, warum er mit mir geblieben ist, aber Ja, und so. Und dann, wir haben darüber gesprochen, dass plötzlich meine Panikattacken ganz schlimm wiedergekommen sind, die ich seit Jahren nicht mehr hatte, und depressive Gefühle, aber so, so schlimme, so schlimme tiefe Gefühle.

9:03Und wie ich dann sehr verunsichert war davon, und ich konnte es, weil ich aus Jahren der tiefen, tiefen Zufriedenheit, innere Ruhe Gelassenheit, geerdet sein, also welche Wörter du auch immer nutzen wolltest, alles was wir haben wollen. Ich hatte eben durch das Verständnis der 3 Prinzipien, war ich einfach so tief geerdet und glücklich in meinem Leben, und dann plötzlich wie aus der Balance geworfen zu sein ohne ersichtlichen Grund. Ich habe das nicht aus irgendwelchen Gedanken zurückgeführt oder sonst was, und Ich bin dann sehr, schon sehr daran interessiert gewesen zu erfahren, was passiert mit mir gerade.

9:53LeaDas wollte ich dich fragen. Hast du darüber zu denken begonnen und dich zu fragen, warum auch? Oder?

10:00ShailiaJa, weil es schon so außergewöhnlich war und so einprägsam. Es war ja nicht ein bisschen Wut, es war so, ja. Und ich habe dann begonnen, ich weiß gar nicht, wie ich darauf gekommen, ich kann es dir nicht sagen, aber ich bin dann gestoßen auf diese Idee von Perimenopause. Ah ja, doch, ich weiß es. Eine Kundin von mir, der ich gerade im Business- und Marketing-Coaching geholfen hatte, ihr Business auf die Beine zu stellen, war Menopause-Expertin. Und sie hat über ihre Zielgruppe gesprochen, was sie erleben.

10:39Wir waren gerade dabei zu verstehen, also was was, wo könnten wir sie abholen mit der Marketingkommunikation? Und dann begann sie Symptome zu erklären, die ich hatte, die in dem Moment nicht, wo wir gesprochen haben, aber dann, als sie kamen, ich erinnerte mich zurück, oder? Und dann dachte ich mir, ah, vielleicht soll ich mich ein bisschen beschäftigen mit dieser Menopause-Geschichte oder so. Wo bin ich überhaupt in dem Zyklus und so von Perimenopause, Menopause?

11:12Und ich habe im Internet begonnen zu lesen, und ich habe darin sehr viel widergespiegelt gesehen an Erfahrungsberichten, die ich auch erlebt habe. So das plötzliche Aufkommen von übertriebenen Gefühlen, Emotionen, all die Sachen, die ich gerade erwähnt habe. Und ich merkte, darin war für mich auch so eine Erleichterung, wie ich häufig von Coaching-Kunden höre, wenn sie Irgendwie ist es irgendwas schon Beruhigendes da, wenn wir von ab Symptome auf irgendeine— es kann sein eine Diagnose oder eine Einschubladisierung.

11:51Zum Beispiel jemand sagt, okay, ich bin Scanner-Persönlichkeit, weil ich kann mich nicht auf ein Ding fokussieren, ich bin auf multiple Ebenen interessiert, an verschiedenen Projekten und Businessaufbau. Und man hört das Wort, man ordnet sich ein, und plötzlich hat man wie eine innere Erlaubnis, so zu sein, wie man gerade ist.

12:11LeaAber denkst du nicht auch, das ist ja dann einfach der Kopf, der für einen Moment damit aufhört, darüber nachzudenken, oder weil er die Diagnose bekommen hat? Knochen, ah ja, loslassen.

12:26ShailiaAbsolut, absolut. Es ist in dem Moment, wo wir etwas finden, was das erklärt, ist es sowas wie, okay, ich brauche dann nicht mehr drüber nachzudenken, was mit mir kaputt ist. Das ist völlig normal, das haben andere auch, das ist so. Und dann Unser Gehirn entspannt sich und sagt, okay, ich bin hier nicht in Gefahr scheinbar, ich muss meine Energie und Kapazität nicht drauf mehr verschwenden. Und so war das auch bei mir, als ich das eingeordnet habe in die Perimenopause.

13:00Ich habe mich leichter gefühlt, damit umzugehen. Ich habe mich nicht ganz so bescheuert gefühlt, dass ich jetzt plötzlich aus der Reihe tanze und Leute schräg anschreie oder sowas. Und als du erklärt hast in dem Gespräch, hey, willkommen im neurodiversen Gehirn haben seit Geburt. Ich habe per Menopause seit Geburt ungefähr. Genau, weil wenn du, wenn du mit mir drüber redest, weil das nicht wirklich, sehr wenig nur für mich sichtbar ist, weil ich ja nicht in deinem Wesen bin, ich kann nicht fühlen, was du fühlst, ich kann nicht sehen, was deine Gedanken sind oder was diese Erfahrungen sind, die durch dich durch passieren.

13:48Ich erlebe dich einfach als super kompetente, organisierte, on-point Frau, die einfach ab und zu ihre Schlüssel verliert und viele Bestrafungen bekommt im Straßenverkehr, aber die ich sehr sympathisch finde. Und vielleicht, warum das Gespräch interessant sein kann für andere, Lea, ich weiß es nicht, vielleicht sagst du mir, was du denkst. Ist einerseits einfach zu merken, wie hypersensibilisiert wir sind im Introspection. Also das ist ein englisches Wort, das heißt die Wahrnehmung von meiner Innenwelt, was mein Körper gerade macht, was mein Gehirn gerade macht, was meine Laune gerade macht.

14:37Und ich habe in letzter Zeit tatsächlich einige Kunden, die eine Hypersensibilität haben zu ihrem Körperempfinden, was sie sehr beunruhigt unruhig und sehr häufig zum Arzt führt und, und ein bisschen ihr Leben bestimmt. Und ich kann das so gut nachvollziehen, wie hypersensibel wir sind, manche von uns, in unserer Introspektion, von unserem Innenleben.

15:03LeaGenau.

15:04ShailiaUnd was das mit, was unser Gehirn manchmal damit macht. Oder wie siehst du das?

15:12LeaWas Total. Und ich glaube, das sind— darum war unser Gespräch so spannend. Und vielleicht hörst du ein bisschen was, und ich weiß nicht, ob wir es ganz so genau rüberbringen können, aber ich gebe sehr wenig auf, wie ich mich fühle. Und das tönt etwas abgefahren. Ich gebe sehr wenig mir auf mein, auf die, die, die Fertigkeit meines Verstandes, sich damit auseinanderzusetzen. Das habe ich über ganz lange Jahre getan, und dort ist wenig Interesse für mich mittlerweile, weil ich einfach weiß, das tut mir nicht gut, und ich komme wirklich down the rabbit hole, ich, ich in Teufels Küche, auf Deutsch gesagt.

16:09Ich habe ein tiefes Vertrauen in mein gesamtes Wesen, dass wenn was ist, dann werde ich es wissen, ohne dass ich 24/7 über eine Veränderung eines meiner Symptome, über eine Veränderung einer körperlichen Wahrnehmung, über eine Veränderung, wie ich gerade im Außen war, nachdenke. Und da hat es etwas Bewusstes auch drin, das natürlich zur Gewohnheit wurde. Ich nehme bewusst immer wieder die Hände weg. Ich fokussiere mich mehr auf, wo bin ich im Innen?

16:51Oh, low, Achtung, da will mein Hirn googeln, Ratgeber lesen, rausfinden, was es rauszufinden gibt, und dreht in der Dauerschleife. Stopp! Und, und tue, was Sinn macht, nicht was mein Hirn denkt, was Sinn macht. Das da ist irgendwie der große Unterschied. Und das bedeutet nicht, dass ich nicht fühle oder dass ich nicht neue Phasen auch erlebe, aber ich erlebe sie im Leben. Ich fühle die Gefühle, die gerade sind, die Wahrnehmungen, die Emotionen, ohne dass ich so stark mich mit diesen Inhalten, dem Warum, dem Was muss ich damit tun, aufhalte. Wenn das etwas—

17:50Shailiaja, ich bin so froh, dass du das so erläutert hast, und ich höre darin Dieses Vertrauen. Und ich glaube, in einem— wir haben alle Ausprägungen. Manche, manche Menschen sind nicht so hypersensibilisiert über ihr Empfinden, ihre Emotionen, ihr Körperempfinden. Ich gehöre zu denjenigen, die gerade sehr empfindlich ist. Was geht in mir gerade ab? Warum habe ich diesen Schmerz in meinem linken Ellenbogen? Und ich mache daraus Katastrophengeschichten. Haben wir, glaube ich, in einer Podcast-Episode— ja, cooler Brain haben wir gesprochen über meine Oma, die das bei mir eingetrichtert hat, dass alles mich zum Sterben bringt.

18:30LeaUnd das war der englische Podcast übrigens. Das war der deutsche. Das war lustig. Ja, den könnt ihr hören.

18:41ShailiaJa, und ich glaube, wenn man so ein Brain hat, das hypersensibilisiert ist und das immer alles betrachten will und wissen will und, und, und ja, Gefahren vor Ja, also vor, was sagt man, vorgreifen, was ist das Wort auf Englisch?

18:56LeaVorbeugen.

18:57ShailiaVorbeugen, genau, vorbeugen möchte. Man hat die Angst, FOMO, also Fear of Missing Out, like, was ist, wenn ich aber diese eine Sache nicht beachte, und das ist ein echtes Signal des Körpers, das mir sagt, ich habe was und ich sollte das untersuchen lassen und so weiter. Und ich glaube, was ich gerade gehört habe, was für andere, die gerade zuhören, sehr interessant sein könnte, ist wirklich das Vertrauen zu haben, wenn es eine echte Sache ist, dann wirst du es wissen und du wirst spüren, was ein nächster Schritt in dieser Richtung sein kann, ohne deine eigene Polizeistelle zu sein.

19:42Du brauchst keine innere Beamtin herumzuschicken die ganze Zeit und zu kontrollieren, was ist jetzt mit mir los, und, und hier geh dahin und tu das, und dass dieses tiefe Vertrauen, das du hast, habe ich gerade gehört in deiner Erzählung.

19:58LeaJa, das stimmt. Und, und wirklich mein, mein Verstand wieder zur, zur Dienerin, zum Diener zu machen, oder, und nicht den auf dem Chefinnensessel sitzen zu lassen. Ja, der ist cool, der ist hilfreich, aber eben als Ausführende oder andere Funktion, als sie wahrscheinlich über sehr lange Jahre innehatte.

20:27ShailiaJa, ja, na ja. Und für diejenigen, die das erste Mal hören, was Lea meint damit, ist: Unser Verstand ist kein guter Ratgeber, wenn es um unsere mentale Gesundheit geht, wenn es um unser Wohlbefinden geht, wenn es um um eigentlich viele der wichtigsten Fragen in unserem Leben geht. Aber häufig glauben wir, unser Verstand hat, hat die Führung, und wir überlassen ihr die Führung oder ihm die Führung. Und der spielt einfach, der geht Amok laufen, um uns zu helfen, aber das ist nicht hilfreich. Und eine bessere Führung wäre eben dieses von innen, dieses tiefe Vertrauen und die innere Weisheit, die wir haben, zu spüren, wenn wirklich was ist und was ansteht, oder?

21:21LeaJa, und ich glaube, es wird total simpel auch. Es ist so dieser, so wirklich der gesunde Menschenverstand, den die allermeisten Menschen ja auch in Teilbereichen ihres Lebens haben. Und, und zu sehen, ah, da sehe ich es, da mache ich es, da ist mir klar, ich muss nichts damit tun, schlaf drüber, am nächsten Tag weiß ich. Und bei anderen Dingen, die wir als wichtig, richtig oder gefährlich wahrnehmen, oder die vielleicht auch einmal in unserem Leben unangenehm waren, da trauen wir nicht mehr.

22:03Ja, und wirklich so für dich als Einladung, als Zuhörerin, zu schauen, wo sehe ich es denn schon, wo, wo tue ich es genauso, und, und ein bisschen das Experiment, da auch vielleicht, total, vielleicht auch.

22:26ShailiaDas ist ein super Hinweis, Lea. Ich glaube wirklich, dass das stimmt, dass wir dass jeder Mensch einen oder mehreren Bereich in ihrem Leben, wo sie genau die Führung an der richtigen Stelle haben. Und ist das nicht spannend? Hier führe ich von innen und hier führe ich von meinem beängstigten Verstand. Interessant. Und zu gucken, wo lasse ich dieses Vertrauen noch ausbreiten in anderen Bereichen auch, oder Ja, cool, spannend. Danke, dass du das mit mir geteilt heute.

23:04Ich finde einen Einblick in die Köpfe und die Körper anderer total spannend, und wie du damit umgehst, das war sehr, sehr schön und erleuchtend, bestimmt für viele, die zuhören heute, und auch für mich. Also danke, und wir hören uns hoffentlich bald wieder auf Leichter Leben Podcast, und follow und empfehlen, sodass wir noch mehr voneinander oder miteinander reden können.

23:31LeaBis dahin, zum nächsten Mal. Tschüss, ciao, danke!

23:40ShailiaHat dir unsere heutige Episode gefallen? In unserer Leichter Leben Lounge warten weitere Interviews, Minikurse und Masterclasses zu den 3 Prinzipien auf dich. Klicke dazu auf den Link in den Shownotes.

Häufige Fragen zu dieser Folge

Wie gehe ich mit ADHS-Symptomen um, ohne ständig darüber nachzudenken?

Statt sich auf jedes Symptom zu fokussieren, hilft es, Vertrauen in die innere Weisheit zu entwickeln. Wenn etwas wirklich wichtig ist, wirst du es spüren und wissen, was zu tun ist. Der Schlüssel liegt darin, weniger zu reagieren und den Verstand nicht zum Chef über dein Wohlbefinden zu machen, sondern ihm eine dienende Funktion zu geben.

Warum bringen Diagnosen wie Perimenopause oder Scanner-Persönlichkeit Erleichterung?

Diagnosen geben dem Gehirn eine Erklärung und schaffen dadurch kurzfristige Beruhigung. Wenn wir etwas benennen können, hört unser Kopf auf, ständig nach Antworten zu suchen. Das Gehirn entspannt sich, weil es denkt, die Situation sei normal und nicht gefährlich, wodurch wir uns selbst mehr Erlaubnis geben, so zu sein, wie wir sind.

Was bedeutet es, der inneren Weisheit mehr zu vertrauen als dem Verstand?

Innere Weisheit oder gesunder Menschenverstand zeigt sich als ruhiges, klares Wissen, was zu tun ist, ohne ständiges Grübeln. Der Verstand neigt dazu, zu analysieren und Katastrophenszenarien zu entwickeln. Vertrauen bedeutet, nicht jede körperliche Empfindung zu hinterfragen, sondern darauf zu vertrauen, dass du echte Signale erkennen wirst, wenn sie wichtig sind.

Magst du daran weiterarbeiten?

Wenn dich etwas aus dieser Folge nicht loslässt, sprich mit Lea darüber. Im Erstgespräch wird nichts entschieden und nichts verkauft, ihr schaut nur gemeinsam hin.

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