
Der Pulli, den du nie anziehst, was dein Schrank über deine Gedanken sagt
Der Pulli seit drei Jahren im Schrank. Die Hose, die „vielleicht wieder passt“. Was dein Kleiderschrank über deine Gedanken sagt.
Artikel rund um ADHS, Coaching-Methoden und praktische Strategien für den Alltag.
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Der Pulli seit drei Jahren im Schrank. Die Hose, die „vielleicht wieder passt“. Was dein Kleiderschrank über deine Gedanken sagt.

Der Post beschreibt, wie ADHS bei Erwachsenen – besonders bei Frauen – aussieht und warum es so lange unerkannt bleibt. Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen den neurologischen Realitäten von ADHS und dem schmerzhaften Denken, das darüber entsteht.

Lea hinterfragt die Annahme, dass ADHS eine Abweichung von einem normalen Gehirn sei – und zeigt, dass es dieses Normalgehirn schlicht nicht gibt. Das eigentliche Leiden entsteht meist nicht durch den Prozessor selbst, sondern durch das Denken darüber: die stille Messung an einem Massstab, der nie existiert hat.

ADHS hinterlässt nicht nur Spuren im Portemonnaie, sondern vor allem in Form von Scham und dem Gefühl, nie ganz erwachsen zu funktionieren. Lea zeigt anhand eines konkreten Moments am Skilift, wie das ADHS-Konto als einfaches, gehirngerechtes System Selbstkritik durch Selbsterkenntnis ersetzt.

Mit 25 stand ich in meiner Klasse und sah mich selbst in den Kindern. Wie ich gelernt habe: Ich bin nicht gebrochen, nur anders gebaut.

Lea erzählt ihren persönlichen Weg von der ADHS-Diagnose mit 25 Jahren über Scham und Nicht-Passung bis zum eigentlichen Wendepunkt: dem Verständnis, wie wir unser Erleben selbst erschaffen, kombiniert mit Systemen, die sich dem Leben anpassen. Sie beschreibt, wie sie aufgehört hat, gegen ihr eigenes Hirn zu kämpfen, und heute als AuDHS-Frau ein leichteres Leben führt.

Lea richtet sich direkt an Eltern, die gerade mit einer ADHS-Abklärung ihres Kindes konfrontiert sind, und macht klar: Das Kind ist nicht das Problem, sondern das System passt schlicht nicht zu ihm. Aus über 20 Jahren Schulerfahrung gibt sie konkrete Hinweise zu Struktur, Stärken und Selbstfürsorge für Eltern.

Der Morgen fällt schwer, weil exekutive Funktionen bei ADHS länger brauchen, um hochzufahren – das ist Neurobiologie, kein persönliches Versagen. Fünf konkrete Strategien helfen, dem Hirn die Arbeit zu erleichtern: vom Abend-Vorbereitungsritual bis zur eingebauten Belohnung.

ADHS-Coaching ist keine Therapie und keine Anleitung von oben, sondern eine alltagsnahe, lösungsorientierte Begleitung, die nach vorn schaut. Im Mittelpunkt steht das Verständnis, wie Erleben über Gedanken und Gefühle entsteht – und wie das mit einem neurodivergenten Hirn konkret gelebt werden kann.