Ich war 25, stand in meiner Kleinklasse — und merkte plötzlich: Das, was ich bei meinen Schüler:innen sehe, das kenne ich. Von mir.
Danach kam: die Diagnose. Und Scham.
Das einzige Buch für Frauen auf Deutsch, das ich damals fand, hiess „Chaos-Prinzessin“.
Und immer wieder dieses Gefühl: Mit mir stimmt etwas nicht.
Wie es vorher aussah
Gescheit, aber dreimal die Schule abgebrochen. Studium abgebrochen. Impulsive Entscheidungen. Immer wieder dieses leise Gefühl: Siehst du? Das hast du doch wieder nicht hingekriegt.
Ich habe vieles versucht. Homöopathie. Medikamente. Kinesiologie. Heilarbeit. Traumaarbeit. Hilfreich, ja. Aber leichter? Nicht wirklich.
Bis sich zwei Dinge zusammenfügten
Das eine: Das Verständnis, wie wir als Menschen unser Erleben erschaffen — von Moment zu Moment, über Gedanken und Gefühle. Wir mit ADHS (wahrscheinlich AuDHS bei mir) bekommen davon einfach etwas mehr ab. Mehr Reize, mehr Gedanken, mehr Gefühle, alles laut, alles auf einmal.
Phuuu. Was für eine Erleichterung, das zu verstehen.
Das andere: Gute, passende Systeme. Die sich mit dem Leben verändern dürfen.
Nicht perfektionistische, starre Strukturen — sondern lebendige Werkzeuge, die mit mir mitgehen.
Was sich seither verändert hat
Neben meiner transformativen Arbeit habe ich immer in Schulen und Institutionen gearbeitet — rund um herausforderndes Verhalten und Neurodivergenz. Im letzten Jahr kamen so viele Fragen, dass mir klar wurde:
Diesen Teil mache ich jetzt offiziell.
ADHS-Coaching und -Beratung für Erwachsene. Vor allem für Frauen, die sich in meiner Geschichte wiedererkennen.
Eine kleine Botschaft an dich
Wenn du das hier liest und denkst: Vielleicht bin ich auch so —
Du bist nicht gebrochen.
Nicht doof. Nicht unfähig.
Du bist vielleicht nur anders gebaut. Und das ist gut so. Ehrlich.
— Lea
