Morgens. Das Schlimmste zuerst.
Hand hoch, wer morgens auch das Gefühl hat, durch Sirup zu waten. Alles dauert doppelt so lang. Alles ist zu viel. Und die Zeit – wo ist die hin?
Kenne ich. Und ich sag dir: Es liegt nicht an dir. Es liegt an deinem Hirn.
Warum der Morgen so schwer fällt
Die exekutiven Funktionen – Planung, Priorisierung, Zeitgefühl – brauchen bei uns einfach länger, um «hochzufahren». Wie ein Computer aus den 90ern. Funktioniert. Aber braucht halt seine Zeit.
Gute Nachricht: Du kannst deinem Hirn helfen.
1. Der Abend macht den Morgen
Die beste Morgenroutine beginnt am Abend vorher. Kleidung rauslegen. Tasche packen. Schlüssel an den festen Platz. Je weniger Entscheidungen am Morgen, desto besser. Dein Hirn wird es dir danken.
2. Routinen statt Willenskraft
Schreib deine Morgenroutine auf. Ja, wirklich aufschreiben. Und häng sie sichtbar hin. Klingt banal – funktioniert. Dein Hirn muss nicht jedes Mal neu entscheiden, was als nächstes kommt.
3. Timer statt Uhren
Stell dir Timer für jeden Schritt: 10 Minuten duschen. 15 Minuten frühstücken. Zeitblindheit ist real – und Timer sind das beste Gegenmittel, das ich kenne.
4. Musik als Anker
Eine bestimmte Playlist kann dich aktivieren und gleichzeitig als Zeitmesser dienen. Wenn der dritte Song läuft, sollten die Schuhe an sein. So ungefähr.
5. Belohnung einbauen
Plan etwas Schönes am Ende ein. Einen guten Kaffee. 5 Minuten Lieblingspodcast. Dein Hirn braucht den Dopamin-Kick – gib ihm einen. Bewusst.
Probier’s aus. Nicht alles auf einmal – das wäre sehr un-ADHS. Eins davon. Diese Woche. Schau, was passiert.
