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0:01Lea WernliHallo und herzlich willkommen zurück bei Abenteuer Leben. Mein Name ist Lea Maria Wernli und heute habe ich meine Freundin und Podcast-Kollegin und Coachin Silvia Kittil bei mir. Wir haben uns erst gerade aus unserem langjährigen Podcast Leichter Leben gemeinsam in der letzten Folge verabschiedet. Und danach wusste ich einfach, ich will mit Silvia alleine in meinem Podcast auch sprechen. Wir haben nämlich gemerkt, dass wir in diesen 3 gemeinsamen Podcastjahren keine Folge alleine aufgenommen haben, und ansonsten gab es immer wieder irgendwie eine, eine einzelne Folge mit nur 2 oder sogar einem Menschen.
1:03Und, und das war bei uns tatsächlich nicht der Fall. Ja, herzlich willkommen, Silvia aus Wien!
1:13Silvia ChytilDanke vielmals, Lea. Danke vielmals für die Einladung. Und ich freue mich riesig, dass ich da bei dir beim Abenteuer Leben— was für ein genialer Name— dabei sein kann. Und ich bin gespannt, über was wir reden, wie viel Abenteuer dieses Leben mit sich bringt.
1:29Lea WernliJa, ich glaube, wo ich so gerne so starten würde, ist, wir haben ja nicht nur Abenteuer gesucht, wir haben vor allem auch Leichtigkeit gesucht, beide. Also so aus diesem verdammten Stress und auch dem Leiden irgendwo. Wir haben an uns und der Welt gelitten. Glaube ich, so beide, und konnten darum auch zeitenweise dieses eben sau coole Abenteuerleben nicht nur genießen. Und vielleicht einfach, weil wir ja schon so lange miteinander unterwegs sind und, und gar nie mehr über diese Zeiten irgendwie in unserem Leben geredet haben, sondern ganz oft unglaublich freudig in den heutigen Zeiten eben, wo es wieder dieses magische, auch coole, auch spannende Abenteuerleben ist, würde ich einfach gerne kurz dahin, so in dieses, wo ist denn eben das, was da versprochen wurde, in eine Zeit, wo das vielleicht für dich auch noch nicht ganz so spürbar und fühlbar war?
2:53Du darfst einfach mal schauen, wo du hin willst.
2:58Silvia ChytilOh Gott, ja, weit, weit, weit zurück. Also ich glaube so, die Kindheit, Jugend, die war halt Kindheit, Jugend. Ich glaube so wie bei den meisten. Aber bei mir hat es angefangen so Mitte, Ende 20 eigentlich. Es ist so dieses, eigentlich hatte ich alles. Ich war verheiratet, ich habe ein kleines Kind gehabt, ich habe einen super Job gehabt, gute Ausbildung gehabt. Wir hatten genug Geld. Also mein Mann ist noch immer, also mein Ex-Mann ist den ganzen lieber.
3:30Und trotzdem war mein Leben unglaublich schwer. Ich hatte immer das Gefühl, ich habe so eine, wie so eine tonnenschwere Last auf den Schultern. Also wahnsinnig schwer. Wie gesagt, obwohl kein einziger Schicksalsschlag oder nicht irgendwie was Dramatisches gewesen ist und man eigentlich sagen könnte, hey, sei doch dankbar für das, was du hast. Ja, aber es hat trotzdem, es hat irgendwas gefehlt. Damals wusste ich natürlich nicht, was es ist. Und ich habe dann versucht, weil es natürlich auch so draußen in der Welt uns gesagt wird, okay, also vielleicht passt die Beziehung nicht oder der Job passt nicht oder dass du wenig Geld brauchst.
4:13Du musst erfolgreicher werden, Karriere. Und das habe ich dann alles gemacht. Also ich habe mein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Wir haben uns getrennt. Bin neu umgezogen. Mein Sohn war ja nur 5 Jahre alt. Neuen Job, Karriereleiter hinauf. Also all das. Es hat aber ja genau nichts eigentlich. Ganz im Gegenteil. Es war natürlich dann noch anstrengender, weil ich alles alleine auf meinen Schultern hatte und da so dieser Karotte hinterhergelaufen bin.
4:42Dann der nächste Schritt war irgendwie okay, also ich mache mich selbstständig. Ich hatte eine neue Partnerschaft, wir haben wieder Haus gebaut, also wieder alles toll. Aber ich dachte, jetzt mache ich mich selbstständig, dann dann mache ich doch endlich das, was ich wirklich machen möchte, dann wird's besser. Und es war auch die ersten 2 Jahre gut, aber dann kam es natürlich schon wieder, ich müsste mehr Kunden, ich müsste mehr und so weiter und so weiter und wieder in dieses Radl hinein.
5:09Und ich glaube, ich habe dann schon auch irgendwie so die 3 Prinzipien kennengelernt 2016 und Zumindestens war da irgendwie klar, da ist was. Weil vorher war die Suche ja überall. Also in Astrologie habe ich mich beschäftigt, ich habe Yoga gemacht, ich habe meditiert, ich habe Ausbildungen gemacht, ich habe meinen Master fertig gemacht. Also alles, was man sich irgendwie nur vorstellen könnte, was helfen könnte. Und 2016 war zumindest der Punkt klar, okay, dort ist irgendwas.
5:43Was auch immer das ist, aber dort ist irgendwas. Und nämlich, und im Business habe ich gemerkt, da kam auch dann so ein Punkt, wo ich mir gedacht habe, also irgendwas stimmt da nicht. Jetzt mache ich doch das, was ich machen möchte, und trotzdem ist es anstrengend, ist es mühsam, ist es schwierig. Dann kamen natürlich die Gedanken, ja, vielleicht bin ich fürs Business nicht geschaffen, oder ja, all das wieder. Aber tief drinnen, tief drinnen war da schon irgendwas, wo ich mir gedacht habe, Nein, das ist was anderes.
6:15Das ist nicht das, was ich glaube, was es ist. Es ist was anderes. Es hat mich aber dann noch einmal viele, viele Jahre für mich gedauert. Und ja, und da war dann natürlich auch viel Verzweiflung, so quasi. Ich habe es doch jetzt, da ist es doch und ich kann es trotzdem nicht sehen. Es ändert sich trotzdem nicht. Es hat viele Jahre dann noch einmal gedauert, bis es dann wirklich irgendwie Klick gemacht hat. Und ja, ich hätte es, also für mich ist es auch oft das Bild, davor hatte ich schon oft das Bild, so da ist die Brücke, ich muss über diese Brücke gehen, weil dort drüben, das ist auch so dieses typische da drüben, aber es war für mich auch klar, da drüben ist es tatsächlich besser, weil ich den richtigen Weg für mich erkannt habe.
7:04Und ja, jetzt kann ich auch irgendwie sagen, ich bin da auf der anderen Seite angekommen, da ist das Leben anders. Aber es waren, also es waren Jahrzehnte, es waren wirklich Jahrzehnte von Leid. Also ich würde tatsächlich Leid sagen, aus dem ich nicht gewusst habe, wie ich rauskomme. Und alles, was ich versucht habe, hat nicht oder kurzfristig vielleicht funktioniert. Oder es war natürlich auch diese Reise, dass jeder Schritt hat dazugehört.
7:32Lea WernliLogisch.
7:33Silvia ChytilAber an sich hat nicht wirklich was geholfen.
7:38Lea WernliHabe ich dir ja immer auch auf unserer Reise gesagt. Wir, Silvia und ich, haben über 3 Jahre zusammen eben den Podcast rund um diese Prinzipien mit Celia und Sandra gemacht. Und ich fand das so faszinierend, deine, dein Wille dahin zu schauen, dein Wille da weiter und weiter. Und du hast da schon gesehen und gespürt, aber einfach dieses innere Wissen von, nee, da ist was, ich weiß es, ohne dass du es so direkt immer spüren konntest. Das fand ich echt faszinierend.
8:19Und das Zweite, was ich jetzt gehört habe bei dir, und auch das lustigerweise, hast du ja gelebt, also lebendiges Leben, oder, Silvia? Kind und Jugend und dann Job und dann Mann und die Kinder und dein Kind und, und und diese Arbeit, also irgendwie dieses Leben hat sich entfaltet und darüber war dieses Denken über das Leben. Das habe ich jetzt so gespürt, dass so viel Leiden verursacht hat, weil du, es genügt nicht und da muss mehr. Und, und ja, auch dieses, dieses Paradigma, das von außen auch durch Schule, Medien überall an uns herangetragen wird, wenn dann ist es schöner, besser, glücklicher.
9:14Und das ist einfach verdammt nicht im Außen passieren kann, nie, oder? Dass es dieser, dieser Shift im Innen. Und ich fand das auch so spannend dieses Jahr, es gab ja wirklich einen Moment, und für mich aber mit dir zu sein Das habe ich dir auch gesagt. Ich habe das ja wie schon zu Beginn des Jahres, also irgendetwas, ich dachte immer, etwas ist anders mit Silvia. Und, und du warst davor schon präsent und, und, und cool und toll und, und hast spannende Dinge gesagt.
9:55Und das war der Inhalt, hat sich gar nicht so stark verändert, aber etwas in deinem Sein hat sich so wirklich in, in, in eine andere Richtung zu bewegen begonnen. Und das, das zu beobachten und da mit dir auf dem Weg zu sein, das war total faszinierend und schön. Es tönt ja nach dieser Heldenreise, oder? Also diese, diese menschliche Reise, irgendwie das Leben zu vergessen und dann im Strudel des Lebens zu sein und dann die Dinge zu tun und auszuprobieren, und dann sehen wir irgendwie was Neues, das uns aufs nächste Level, wenn es ein Game wäre, bringt.
10:46Was ist da passiert? Was, was, wie würdest du das ohne Worte— ich weiß, ich bin eine Nuss, ihr Lieben da draußen, weil ich weiß, wir werden— ich habe schon geredet, dass man da ja nicht immer die coolen guten Worte dafür hat. Oder was würdest du sagen?
11:05Silvia ChytilIch kann es tatsächlich nicht sagen. Also ich finde es auch spannend. Du hast, du und auch die Schäle, ihr habt mir das so rückgespiegelt und mir gesagt. Und ich habe mir gedacht, von was reden die? Da hat sich gar nichts verändert. Also ich hatte nicht so einen magischen Moment oder so, wie zum Beispiel bei dir, wo du das genau sagen kannst, hey, das ist irgendwie so davor und danach. Ich hatte das nicht. Bei mir war das Ich weiß gar nicht, wie man es— eigentlich ist es wirklich tatsächlich ein bisschen vergleichbar mit einer Pflanze, das kommt mir jetzt gerade.
11:43Da gießt du und tust irgendwas und dann zeigt sich aber nicht so, plötzlich ist es da. Was ist passiert, dass es plötzlich da ist? Ja, keine Ahnung, was passiert ist. Irgendwas ist passiert und dann haben sich diese vielen Puzzleteile irgendwie ineinander gefügt. Aber was es tatsächlich war, es gab ein Erlebnis, wo es mir bewusster geworden ist, wo dachte, oh, da ist jetzt wirklich was anders. Also ich reagiere total anders. Aber da gab es auch kein Davor nicht.
12:13Also bei mir war die Reise wirklich ein so lange, lange, also im Außen aus meiner Sicht gar nicht sichtbar und im Inneren ja vielleicht ein bisschen, aber auch nicht wirklich. Also ich habe immer gemerkt, dass ich in diese alten Muster oder dass es, dass ich da wieder drinnen bin und wieder drinnen bin. Aber so wie du sagst, eine Freundin hat immer, die hat mich auch begleitet über die vielen, vielen Jahre und gerade in diesen eigentlich Kampf, vor allem in meinem Business, was ich gehabt habe, lange, lange Jahre.
12:50Und die hat immer gesagt, ich bewundere dein Durchhaltevermögen und deine Disziplin. Wobei ich mich ja gar nicht als diszipliniert sehen würde oder als Durchhaltevermögen. Für mich war das ja unglaublich mühsam eigentlich, aber ich wusste es einfach da drinnen. Ich wusste, da ist etwas und ich werde quasi nicht aufgeben, bis das irgendwie sichtbar war. Und dann war es halt dann ja im letzten Jahr, in den letzten eineinhalb Jahren ist es dann halt tatsächlich rausgekommen.
13:20Warum? Weshalb? Ich weiß es wirklich nicht und ich kann da auch wirklich überhaupt keine Ratschläge geben. Ich glaube also, den einzigen, was ich Hey, wenn du da drinnen was spürst, dann geh weiter und vertrau dem. Irgendwann zeigt sich's. Aber wie das passiert ist, keine Ahnung.
13:39Lea WernliKeine Ahnung. Was spürst du an der Veränderung? Wie fühlt es sich jetzt für dich neu oder ein bisschen anders an, im Leben zu sein? Eben dieses, dieses Abenteuer noch vielleicht bewusster wahrnehmen zu können.
13:55Silvia ChytilAlso ganz anders. Also wirklich ganz anders. Also ich bin heute jetzt auf der Terrasse gesessen. Wir haben so einen wunderschönen Tag, einen sonnigen Wintertag, total schön. Und es hat sich mein Schwerpunkt, mein innerer Schwerpunkt verändert. Früher gab es den Kopf und ich habe auch jahrelang das Gefühl gehabt, ich wäre da beim Hals abgeschnitten und spüre da unten. Also ich wusste schon, dass ich einen Körper habe und ich wusste schon, dass der funktioniert.
14:27Funktioniert irgendwie. Aber meine Wahrnehmung war wirklich im Kopf. Und heute ist meine Wahrnehmung tiefer, irgendwie im Körper. Und ich kann dort auch jedes Mal, wenn ich da irgendwie in den Gedanken bin, da wirklich quasi mich runtergleiten lassen. Und das ist eine ganz andere Wahrnehmung, weil ich bin jetzt plötzlich nicht mehr mein Kopf. Ich weiß, es klingt jetzt alles total eigenartig und blöd, Ja, aber da ist ein Kopf und der denkt. Aber ich bin irgendwie tiefer.
15:03Meine Wahrnehmung ist tiefer und ich weiß auch, dass ich dort immer hingehen kann. Und natürlich kommen alle typischen Gedanken. Gestern war ich in einem Call. Ich habe gerade, mache gerade so ein Jahresprogramm. Da war ich in einem Call und habe relativ gestern viel geredet, was normalerweise nicht immer meine Art ist. Und Und dann kam natürlich, da hast du viel geredet. Was denken sich die anderen? War das überhaupt was Kluges, was du gesprochen hast?
15:34All diese Sachen. Und natürlich kommen die. Aber ich lasse mich von denen nicht mehr einfangen. Die sind einfach da und die dürfen da sein. Und die lösen bei mir, natürlich lösen sie ein bisschen ein unangenehmes Gefühl aus, aber an sich ist es dann auch wieder vorbei. Ja, und insofern, da das ja nicht mehr vorhanden ist, dieses, dass ich das, da mich da so reinfallen lassen kann, gehe ich ja ganz anders in die Welt raus. Gehe ich ja, weiß nicht, ob es mutiger ist, aber ich probiere einfach Dinge aus und denke mir, ja, wenn es nichts ist, dann ist es halt nicht und dann kommt halt das Nächste. Also das hat sich komplett verändert, komplett verändert.
16:21Lea WernliJa, das ist so schön, Silvia. Und das klingt überhaupt nicht blöd übrigens, sondern einfach ein wunderbares Bild, das, das sehr anschaulich ist. Ich glaube, ich höre Bewusstsein, oder in ein Ort in dir, der, der wahrnehmbar ist, der unbewegt, der klar, der der in dir ruhend ist und beobachtet, was da so läuft noch mit dieser lustigen Maschine zwischen unseren Ohren. Und von dort aus zu agieren, von dort aus lebendiges Leben zu spüren, auch Dinge zu lernen, auch Dinge zu tun— das habe ich jetzt auch so gehört— ist einfach so viel einfacher.
17:17Und auch, und trotzdem so dein, dein Mut, da dran zu bleiben, dein Mut weiterzugehen, dein, deine Kraft, da auch unaufhaltsam als Silvia einmal mit allem weiterzugehen, auch das finde ich, ist so unglaublich lebendiges Leben, obwohl es sich nicht nur cool angefühlt hat. Und, und da auch die, diese Breite wahrnehmen zu dürfen, ja, da war es, oder hat es irgendwie sich schwerer oder grauer oder, oder angefühlt, und doch bist du die Schritte gegangen, warst du da und, und hast in diese Richtung, die dein Herz, die Intuition oder Mind gezeigt hat, geschaut.
18:10Und, und es ist auf deine Art und Weise passiert, wie es eben für uns alle auf unsere eigene Art und Weise passiert. Und das finde ich jetzt heute wieder auch so hoffnungsvoll, eben zu wissen, es gibt keine einzige richtige Art und Weise. Es ist auch total okay, nichts zu sehen und trotzdem da drin zu sein und irgendwie doch immer wieder was zu sehen. Das Nichts zu sehen ist ja auch ein Kopfteil. Und gleichzeitig, wenn wir diese Sehnsucht nach einem leichteren Leben eben haben, dann ist da was für uns drin. Und dem folgen zu dürfen, so ein bisschen no matter what, oder einfach weiterzugehen und zu spüren, die Richtung stimmt, egal wann und in welcher Form.
19:20Silvia ChytilJa, ich glaube, also ich habe es gar nicht so als mutig empfunden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es von außen sehr wohl so wahrgenommen wird. Ich habe es gar nicht. Es war für mich eigentlich die einzige Möglichkeit. Und was Ich auch, dass mir jetzt mich gerade, wie du das, wie du geredet hast, eingefallen ist. Ich habe irgendwann einmal festgestellt, dass diese Sehnsucht oder diesen Drang, da mehr zu sehen, oder zu, hey, da gibt's noch was anderes, das kommt, Entschuldigung, das kommt eigentlich jetzt gar nicht von mir, also von der—
20:02Lea Wernligenau, das hast du ja genau—
20:05Silvia Chytilvon der, von der Silvia, oder ja, sondern ich habe es mir ja nicht ausgesucht. Also ich meine, ich glaube, wenn ich, wenn ich es mir natürlich, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ja, ausgesucht hätte ich mir natürlich ein leichteres Leben. Warum habe ich das nicht sofort gewusst? Also klar hätte ich mir das lieber ausgesucht. Und ich glaube, in dem, dass ich das erkannt habe, gab es irgendwann einmal einen Punkt, und den kann ich aber nicht benennen, der so ein bisschen eine Aufgabe, weiß nicht, Surrender, ja, im Englischen ist es ja dieses Surrender.
20:39Und irgendwie, ich habe es dem Universum umgehängt, das Universum, und zwar aber nicht den Kopf, tatsächlich die, du willst da irgendetwas, ich habe keine Ahnung was, mach's. Zeig es mir, tu was. Und dieses, wir haben in einem, im Leichter Leben habe ich das einmal erzählt, eben dieses Erlebnis im Juni. Das war dann für mich so, wo mir das Universum gezeigt hat, hey, schau mal, du bist auf einem ganz anderen Punkt jetzt. Es ist ganz anders. Und das, glaube ich, ist auch ein ganz starker Entwicklungsschritt bei mir gewesen.
21:19Dieses Loslösen der so starken Identifikation mit mir, mit ich, mit dem, was ich denke, richtig, was richtig ist. Das ist schleichend passiert. Da habe ich mich auch ganz viel damit beschäftigt. Und das ist aber für mich ein ganz zentraler Punkt. Also dass Zu sehen, dass das gibt es eigentlich nicht. Und wenn ich mich dem hingebe, dann komme ich in das Abenteuer Leben. Dann ist alles gut, dann passt das. Und auch wenn es auf und ab geht und auch wenn es mal schwierig wird und auch wenn irgendwas passiert und es nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, es wird leichter.
22:09Also das ist, glaube ich, dieses tiefe, tiefe Vertrauen ins Leben. In meine Intuition, die mir ganz, ganz wichtig ist. Das, also das verändert aus meiner Sicht, hat zumindest bei mir alles verändert.
22:25Lea WernliOh, total, das eben, wie du sagst, dieses, da kommt dieses Vertrauen auf, oder eine gewisse Geführtheit darin auch. Oh Gott, das hätte mich früher Mit dem hättest du mich jagen können, geführt. Nein, aber irgendwie wissend, hey, ich bin getragen, ich habe, ich habe mein Durchmich, ich habe dieses innere Wissen von Moment zu Moment in jeder Situation. Und Schmerz Hoch, tief, groß, klein, Trauer, Liebe, gehört einfach alles zu diesem Abenteuer Leben dazu.
23:20Aber wir müssen uns nicht darin verlieren und eben diese ganze Gedankenkarussell, Hamsterräder, Leidensgeschichte und Identifikation damit weiterführen. Wir können in diesem Leben sein und eben mit dem Ganzen, mit der Palette, wissend, da ist was, okay, mal schauen, ich werde den nächsten Schritt ziehen, wie auch immer der aussehen mag. Und der ist tatsächlich meistens nicht so wie unser ich das am liebsten hätte. Und, und diesem Abenteuer aber mehr, mehr zu vertrauen, dieser Neugierde, die wir da auch haben können damit.
24:15Silvia ChytilJa, es, es verändert einfach. Und irgendwann einmal auch zu sehen, wir können eigentlich viel weniger ausrichten, als wir glauben, was wir ausrichten können. Ich weiß, dass der Michael Neill, glaube ich, hat das, der sagt das auch immer. Und ich habe das immer nur gehört und habe trotzdem, aber ich muss doch tun und ich muss doch tun. Und ich sehe das heute tatsächlich anders, dass ich weiß nicht, wenn ich ein neues Programm rausbringen möchte oder meine, eine neue Podcast-Episode. Ich weiß mittlerweile, dass das Thema kommen wird. Und es würde auch mit mehr Anstrengung kein anderes Thema kommen.
25:00Lea WernliAlso es wäre dasselbe.
25:03Silvia ChytilUnd ich könnte mir natürlich einen Plan machen und dann sagen, okay, morgen rede ich über das. Dann, ich könnte schon darüber irgendwas wahrscheinlich reden, aber es wäre nicht lebendig. Es wäre eine Kopfgeburt. Es wäre eine, okay, darüber muss ich jetzt reden und dann schreibe ich mir halt Punkte auf und dann rede ich darüber. Wenn wir aber dieses Vertrauen aufbauen können, und zwar wirklich mit dem Leben zu gehen, es gibt uns alles, was wir brauchen.
25:31Und es würde es sowieso machen. Also es wäre nicht anders. Wahrscheinlich wäre mein Leben genauso verlaufen, wo ich heute bin. Ich hätte genau dieselben Schritte gemacht. Gehe ich mal einfach davon aus. Nur mit weniger Anstrengung. Also weniger Leid. Und vielleicht hat aber auch genau das dazugehört. Weil ich sonst mit dieser Klarheit, mit diesen Erkenntnissen gar nicht angekommen wäre, weil ich ja nicht gesucht hätte, weil ich ja nicht— wäre ja alles in Ordnung gewesen.
26:02Lea WernliIch gehe mit dir einig, und das kennen wir ja schon, die Gleichzeitigkeit, so dieses, wie soll ich das sagen, ich glaube auch tatsächlich, wir sind der Ozean und die Welle, also beides. Und wir können das Beste tun, wir können dem, was wirklich unseren Seelenwünschen ja auch entspricht— da ist ja meins schon drin— da auch raus damit gehen und ausprobieren. Wir können sogar Pläne machen, wir können nichts dafür tun oder alles dafür tun. Also wir können die Welle reiten in den unterschiedlichsten Formen, wissend, wir haben es in der Hand und wir haben es überhaupt nicht in der Hand.
26:55Und, und irgendwie kann ich heute mit dieser Gleichzeitigkeit auch viel besser sein. Und, und da drin hat Lernende, Ausprobierende, Experimentierende, mehr sehende Bereiche. Und es hat immer wieder Loslassen, in diesen Moment zurückkommen und dann schon wissen, ob und was wirklich zu tun ist. Und dieses Spiel mag ich. Es ist für mich manchmal fast so wie das Spiel Form und Formlos. Und natürlich, in der Form gibt es immer mal wieder was zu tun. Und, und das wissen wir aber.
27:44Und es gibt doch immer mal wieder nichts zu tun, und das wissen wir auch. Und ich glaube, sogar das Falsche in Anführungszeichen zu tun, oder sich nicht darauf einlassen zu können, oder all diese Geschichten, die Die sind ein Teil davon, wie du schon gesagt hast. Und mein Intuition, der gesunde Menschenverstand, Herz, unsere Seele, wie wir dem auch immer sagen wollen, ist mit dabei, auch wenn wir in die falsche Richtung abbiegen erstmal. So what?
28:28Und, und da, da so voll am Leben zu sein und zu partizipieren und auch da zu schauen, wie denn das sein könnte, und gleichzeitig so, okay, wo willst du mich haben? Wo ist das Nächste? Was wird mir gezeigt? Das finde ich irgendwie super spannend. Und da hat es ganz viel für mich eben Abenteuerleben drin.
29:00Silvia ChytilUnbedingt. Diese Also wie du sagst, meint, führt uns ja sowieso. Also auch wenn es schwierig ist, ist es das Leben, meint, das uns in diese Richtung führt. Was ich so schön finde, ist da bewusst, und da gehört vielleicht tatsächlich Mut dazu, bewusst hinzuschauen, nämlich auch bewusst hinzuschauen, wenn es schwierig ist, bewusst hinzuschauen, wenn, wenn, wenn es nicht so läuft, wie wir denken, dass es laufen sollte. Wenn halt irgendwie wir machen uns einen Plan und dann passiert irgendetwas.
29:35Das Leben bewusster wahrzunehmen. Ich, das habe ich wahrscheinlich tatsächlich auch früher nicht gern gemacht, weil ich ja so Angst hatte, weil ich ja so Angst vor meinen eigenen Gefühlen hatte, weil die ja teilweise wirklich extrem war. Diese Angst loszulassen und bewusster, bewusst die Welle zu reiten, mit was auch immer, was dazugehört. Und natürlich muss ich in diesem Leben, also muss Also eigentlich, dass das das große Geschenk, was wir bekommen haben, dass wir können.
30:07Wir können da mitgestalten, wir können da was rausbringen. Mein Hund kann das nicht. Der hat vielleicht auch ganz viele Ideen und Gedanken, aber der kann jetzt kein Programm aus dem Boden zaubern oder einen Podcast aufnehmen. Wir können das. Ich meine, wie genial. Und wenn wir das bewusst machen, wenn wir da bewusst auf dieser Welle reiten, Ja, dann werden wir auch untertauchen manchmal. Das macht halt dann wirklich Spaß, wenn wir auch wissen, wo wir, dass wir einfach nur in den Ozean eintauchen dürfen, dann auch wieder, wenn, wenn die Welle zu riesig wird, wenn das zu dynamisch gerade wird, darunter zu tauchen, sagen muss man, jetzt bin ich aber da unten und Alles ist gut.
30:57Das ist doch, ja, das ist genial, das ist genial, oder mega.
31:04Lea WernliOh, das hat gerade so getönt wie ein Satz für dich da draußen, für die, die Hörerin. Möchtest du da noch etwas hinzufügen, Silvia, was du, wenn du einfach irgendwie einen, einen Tipp eine etwas mitgeben könntest, was wäre das hier und heute?
31:29Silvia ChytilJa, das ist immer so schwierig. Ich glaube, den einzigen Tipp, den ich mitgeben kann, einfach da reinhören und mehr und mehr, ich glaube, mehr und mehr zu lernen, da hineinzuhören und dem zu vertrauen. Und dann wird sich irgendwann einmal zeigen. Wann, wir wissen es nicht. Das kann mit einem Paukenschlag sein, das kann aber auch eine längere Reise mit viel Verzweiflung sein. Warum denn auch immer nicht? Aber einfach dranzubleiben. Und meistens haben wir eh keine andere Wahl, aber immer wieder die Momente suchen, da hineinzuhören, mit welchen Mitteln auch immer. Das können— ich habe wahnsinnig viel gelesen, unglaublich, in alle möglichen Richtungen. Und alles sind kleine Puzzleteile.
32:23Lea WernliAlso ja, vielen Dank, Silvia. Das war schön, mit dir im Abenteuer Leben unterwegs zu sein. Danke für dein Teilen. Wenn ihr mehr über Silvia sehen, hören, wissen möchtet, das werde ich natürlich in die Shownotes packen. Und gerade dachte ich, wenn du jetzt neu hier bist und, und denkst, von was sprechen denn diese beiden mit diesen Prinzipien, ich werde dir mein geheimes Leben auch noch in die Shownotes packen. Da hat Silvia nämlich auch gesprochen, da gab es ein Interview von ihr.
33:05Und das sind Interviews, die du dir kostenlos anhören oder wieder anhören kannst, von Lehrerinnen, Coaches, Menschen, die durch die Prinzipien berührt wurden und irgendwie das Abenteuer Leben ein bisschen einfacher zu reiten begannen, die Welle in irgendeiner Form. Also das ist auch eine Einladung. Wenn du diesen Podcast magst und denkst, der könnte hilfreich sein, dann darfst du gerne teilen oder mit deinen Liebsten vielleicht reinhören. Und ich freue mich sehr, wenn du wieder dabei bist. Und verabschiede mich hier. Ciao, ihr Lieben, und danke für die Einladung, und war wunderschön wieder.
33:55Silvia ChytilDanke, Lea.
33:56Lea WernliSehr gerne, tschüss!