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0:03Intro-SprecherInsights Inside, Aha-Momente für mehr Leichtigkeit im Leben, Business und Beruf. In diesem Podcast stehen persönliche Erkenntnisse im Vordergrund unter dem Motto: There's nothing to do, there's something to see. Du entdeckst die 3 Prinzipien hinter dem Leben und lernst, wie mehr Gelassenheit, innere Ruhe und entspannter Erfolg auch für dich möglich sind. Genieße die folgenden Minuten.
0:35SilviaHallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Insights Inside. Mein Name ist Silja Kittel, ich sitze in Wien und es ist sehr, sehr heiß bei uns. Und mit mir ist auch noch die liebe Lea Wernli, die in der Schweiz sitzt.
0:49Lea WernliHallo ihr Lieben!
0:51SilviaUnd die liebe Sheila Stevens, die in Deutschland sitzt.
0:54ShailiaHallo zusammen!
0:58SilviaJa, das heutige Thema, ich fange jetzt einfach holprig an, weil ich habe da etwas gesehen und weiß eigentlich gar nicht, genau, was ich gesehen habe. Und ich hoffe da sehr auf die Unterstützung meiner lieben Kolleginnen, mit mir dieses Thema auszu— also Worte zu finden. Also, was habe ich gesehen? Ich hatte vor einer Woche einen, einen Call mit einer Gruppe von mir. Wir haben gerade ein Programm, und da ging es also die ganze Woche, war so ein Wochenthema, und da ging es wahnsinnig viel um Gefühle und woher Gefühle kommen und unsere Gedanken und Also alles so diese Maschinerie, die halt in uns abläuft.
1:39Und dann kam ein Satz aus mir heraus, den ich vorher so noch nie gedacht habe und der plötzlich da war. Und ich war sehr überrascht über das, was ich überhaupt gesagt habe. Und das ging aber genau in die Richtung, dass ich einfach gesehen habe in dem Moment, dass wir so viele Gedanken in uns tragen, die aber gar nicht unsere eigenen sind, die fremde sind, die wir halt aufgeschnappt haben unser ganzes Leben. Durch Erziehung, Schule, Gesellschaft, so diese Glaubenssätze, die wir in uns tragen, diese Sätze, die immer wieder kommen und immer wieder kommen.
2:13Und dann gibt es aber eigene Gedanken, irgendwie, wenn wir uns von dem verabschieden können, oder manchmal kommt es auch einfach so durch, ohne dass man es von irgendwas verabschieden möchte, dann kommen plötzlich eigene Gedanken, nämlich Gedanken, die sonst davor, oder niemand in unserer Familie so denkt, oder wir mit niemandem so gesprochen haben. Da kommt so irgendwas Eigenes heraus, dass wir formulieren das oft, sind wir ebenso wie ich damals, also vorige Woche, wirklich überrascht war von dem, was ich gesagt habe.
2:46Und habe ich das Gefühl gehabt, ja genau, das ist irgendwie in mir gewachsen. Natürlich mit Einflüssen von draußen, natürlich was ich gelesen habe. Keine Frage, aber diese Erkenntnis dann, oder dieses Sehen, das ist etwas Eigenes. Und jetzt, wo ich sie gerade spreche, ist vielleicht auch genau das, was dazu noch passt, ist, da ist auch immer eine Erkenntnis dabei. Dann kommt was Eigenes, Neues, Frisches raus. Das mag für jemand anderen alt sein und abgestaubt, aber für einen selbst ist das etwas Frisches, Neues.
3:20Und Den Großteil unseres Tages beschäftigen wir uns aber mit diesen Uraltgedanken, und die meisten Fällen nicht mal unsere sind. Ich sage jetzt meistens, die meisten Fälle, vielleicht ist das aber sogar immer, ich weiß es jetzt gar nicht, dass wir uns immer mit diesen alten, aufgeschnappten, aufgenommenen— also wenn unser Gehirn oder so ist, so ein Aufnahmegerät, also alles, was wir aus der Kindheit irgendwie gehört haben und Jugend und Das wird aufgenommen und wird immer wieder und immer wieder und immer wieder repetiert.
3:57Und wenn wir genau drauf schauen, das ist nicht unseres. Das sind, das hat irgendjemand andere gedacht, uns gesagt, und wir haben es aufgenommen. Und im Vergleich dazu, das Eigene, unter Anführungszeichen, das ist immer irgendwie frisch, das ist meistens auch ganz leicht. Das sind schöne, gute Gedanken. Das sind mit einer Kenntnis dazu. Wir sehen irgendwie was Neues. Ja, ja. Also soweit jetzt einmal die Einführung von mir, weil viel mehr habe ich da auch noch nicht drüber gesehen, außer diese Unterscheidung, die für mich so, so klar plötzlich war.
4:42Was sind die? Und wir beschäftigen uns so viel mit diesen fremden alten Dingen die ganze Zeit und wollen die irgendwie anders machen oder anders haben oder auflösen. Anstatt einfach die Finger von denen zu lassen, erkennen, dass es gar nicht unsere sind. Und dann kommen unsere durch. Und das ist dann wirklich ein cooles Ding, wenn wir dann so plötzlich das raus darf, was in uns drinnen ist. Ja, was habt ihr dazu gesehen, gehört?
5:11ShailiaDarf ich, darf ich, Lea? Also mein Herz rast gerade voll, weil ich gar noch nie, glaube ich, darüber geredet habe in der Öffentlichkeit, jedenfalls nicht in der Form, wie ich gerade sagen werde. Ich kenne, ich kenne das sehr gut, Silvia. Und das erste Mal, wo ich das richtig wahrgenommen habe, was du gerade geschildert hast, war vor 10 Jahren, also in 2012. Und zwar stand ich vor einer Lebenssituation. Ich war sehr, sehr lange in einer sehr glücklichen Ehebeziehung und in der Monogamie, also, oder sagt man, glaube ich, das Wort auf Deutsch.
6:06Und in dieser Lebenssituation war plötzlich eine neue Person dort und der Wunsch, nicht weiterzugehen in der alten Form. Und dieser alte Gedanke, der so wahnsinnig stark war, so nicht mein Gedanke, sondern der gesellschaftliche Gedanke, war alles mit einem für immer. Und Als ich aber gefühlt habe in mir, oder der frische Gedanke war einfach nur die Frage: Ist das so für mich in diesem Jetzt? Und in die Gesellschaft hinaufgeschaut zu gucken, jedes Lied geht um alles mit einem für immer, jeder Kinofilm geht um, um mit Alles mit einem für immer, jedes Liebesgedicht, alles einfach.
7:17Und es war sehr aufrüttelnd, weil in mir war dieser frische Gedanke: Vielleicht muss das nicht so sein. Und auf eine komplett neue grüne Wiese zu gehen und zu gucken, was will durch mich und meinen Partner und meinen neuen Partner gelebt werden? Was, was ist dort an Bewegung für uns drei drinne? Und Das Eigene, das wirklich Eigene, was durch uns kommt, wahrzunehmen ohne Kompass im Außen, wirklich, wirklich eine Navigation von einem viel, viel tieferen Ort.
8:26Und ich glaube, du hast recht, so wie es kann auch manchmal, wenn wir zu diesem, an diesem Punkt kommen in unserem Leben, wo wir plötzlich aufwachen aus einem fremden Gedankenkonstrukt in eine frische neue Richtung. Es kann leicht sein, es kann aber auch super schmerzhaft sein. Also ich erinnere mich an diese Zeit, Es war so schmerzhaft, weil erstens dieses, diese Schuldgefühle oder das Gefühl, man macht was Falsches, was anderen wehtun könnte. Und auch diese Angst, weil wenn dieses Alles-mit-einem-für-immer nicht die Wahrheit ist für uns jetzt, was ist dann?
9:19Und das nicht wissen und die Angst haben, die Angst haben, etwas zu tun, was, was, was, was verheerend sein könnte oder falsch. Oder also ich glaube, es gibt alle möglichen Erfahrungen, die in einem solchen Moment auftauchen können. Und ich glaube, es ist uns gar nicht täglich so bewusst, wie viele fremde Gedanken unser Leben umringen, weil solange wir keine Mauer erreichen, stellen wir das überhaupt gar nicht infrage. Oder ja, das kommt mir gerade in den Sinn.
10:19Lea WernliJa, danke für dein offenes und ehrliches Teilen, Liebe. Das finde ich gerade sehr berührend. Und ich glaube, dass die Frischen tatsächlich auch manchmal Angst machen. Den Menschen, weil die Gewohnheiten von unserer Herkunft, unserer Kultur, Schule, Kirche, Hollywood, die können unangenehm sein, wenn es eigentlich nicht mehr passt, aber wir sind es uns gewohnt. Gewohnheitsgedanken, gewohnte Gefühle, die einhergehen mit Gewohnheitsgedanken. Und die anderen, die, die berühren, die schütteln, die rütteln, die sind leicht oder beängstigend.
11:34Und ich glaube, ganz viele Menschen tun sie ab, weil es nicht in das Gefühlsgedankenkonstrukt passt, das wir leben. Und warum ich diese Prinzipien zu verstehen so unglaublich hilfreich finde, ist, wenn wir wissen, dass, dass wir auf solidem Grund stehen mit unserer Essenz, mit dem, was wir wirklich sind im Kern. In der Seele, dann gibt es uns von dort aus die Möglichkeit zu gucken: Stimmt das wirklich für mich, was ich jetzt denke, oder was die Politik sagt, oder was die Kirche oder die Schule sagt?
12:46Dann bekommen wir eine eine echte Chance, dem nachzuspüren, was wir eigentlich denken oder wahrnehmen oder fühlen oder ergehen wollen. Und ich habe so einen Eindruck, Ich komme jetzt einfach damit, weil es klopft. Ich habe eine Mormonendoku gesehen über Mormonen, diese ganz spezielle Gruppe in Amerika, und eine extreme Gruppe darin. Und es hat mich berührt im Sinne von, dieser Mann hat schreckliche Dinge getan mit auch sehr jungen Mädchen. Also, und in dieser Community ist er aber Prophet.
13:51Und seit diese Frauen und Kinder auf der Welt sind, sind sie indoktriniert mit diesem Gedankengut. Und es wird ganz stark mit der Angst gespielt, wenn du nicht mehr glaubst, You're not the chosen one anymore. Bist du nicht mehr bei den Ausgewählten, die in den Himmel kommen? Und durch diesen gesamten Doku hinweg gab es Leute, die spürten, etwas stimmt nicht. Die wussten, verdammt, das ist inkongruent. Die hatten ein Gottfeeling. Aber bis auf zwei wahnsinnig mutige junge Frauen konnte niemand diesem Gefühl folgen, weil das Konstrukt der Angst, der Macht, der imaginären abgefuckten Zukunft, die ihnen als Albtraum präsentiert wurde, war so so groß, dass sie ihre innate health, ihre eingebaute Gesundheit, ihre Kraft, ihre Resilienz einfach wegwischten.
15:21Und das für sich, ihre Kinder und Kindeskinder. Und ich glaube, das ist eine Wurzel, eine Wurzel des des Verrückten, Abgefahrenen, Nicht-Lustigen, das uns gerade als Menschen und Menschheitsgeschichte geschieht. Und wo wir hinzeigen hier ist: Du weißt es, du spürst es, du kannst es wahrnehmen und hast die Kraft, die Resilienz für den nächsten Schritt, auch wenn er nicht dem entspricht, was du glaubst, wie das Leben auszusehen hat aufgrund deiner Erziehung oder Erfahrung. Und dort ist für mich Hoffnung drin, in dem Erinnern, dass wir unter diese alten Gedanken gehen können, dass wir das können.
16:35SilviaDu hast es eh auch schon jetzt angesprochen, dass wir haben von einer anderen Episode über das tiefere Gefühl gesprochen. Mein, dieser Gefühl, wir spüren es und Wir haben aber so oft dann die Angst, ausgeschlossen zu werden, nicht mehr ein Teil zu sein gegen diese Regeln der Gesellschaft, Regeln der, wer auch immer sie aufgestellt hat, wo wir drinnen sind, an die wir, mit der wir aufgewachsen sind, an die wir glauben, da anzustoßen. Und ein Konflikt, glaube ich, entsteht immer genau dann, wenn diese zwei Welten aufeinanderprallen.
17:19Wenn in uns schon etwas wächst, was eigentlich sagt, so wie du, Schiller, sagst, wenn die Grenze weit genug ist, also wenn wir nicht anstoßen, dann spüren wir nichts. Aber wenn wir schon ein Gefühl haben, da stimmt was nicht, das läuft in die falsche Richtung, das läuft eigentlich nicht so, wie ich das haben möchte, und dann ist meistens, kommt dann die Angst. Aber dorthin zu hauen, hinzuhören, wenn wir den Konflikt spüren, weil da zeigt sich schon unseres, was raus möchte.
17:52Und so oft decken wir es weg mit der Angst, so oft bleiben Menschen dann in den üblichen Beziehungen bei darf doch nicht sein. Ich glaube, also das glaube ich, können wir Ihnen mitgeben, wirklich hinzuhören, hinzuspüren, dass es da, dass das Gefühl uns zeigt, wo unsere Wahrheit ist, wo unsere eigenen Gedanken sind und wo wir angrenzen an die, an die Gedanken von Gesellschaft, die nicht mehr für uns passen.
18:29ShailiaJa, absolut. Und Ja, für mich ist es eine wichtige Unterhaltung insgesamt, weil es geht auf so vielen Lebensbereichen, auch in ganz einfachen Bereichen. So wie du siehst, ist bestimmt auch in deiner Arbeit mit Unternehmerinnen und Unternehmern, also dort auch an diesen Bereichen, wo wir einfach fremde Gedanken mit uns rumschleppen, die mit uns überhaupt nichts zu tun haben. Wenn wir eigentlich in uns spüren, gerade so wie ich mein Business mache, gefällt mir gar nicht.
19:21Aber zu gucken, ja, aber alle anderen sagen und machen es doch, es muss so und so sein. Und das ist mir auch wichtig, so ein bisschen so dieses Spektrum aufzumachen. Es ist nicht nur in richtig und falsch und Beziehung, es ist überall, überall. Und da, wo ihr hindeutet, ist ja, und wir spüren es ja, wir spüren es ja. Und Und da einfach noch ein bisschen näher hinzugucken, dort ein bisschen neugierig zu werden, das nicht sofort zuzudecken, wieder, wie du sagst, Silvia, dass das aus dieser, dieser Kraft von The Feeling of Mind, dass das kommt.
20:18Lea WernliEs ist etwas laut um mich. Ich habe nur noch etwas Kleines und dann schalte ich wieder aus. Genau das, Celia. Und wie bei, bei deiner ganz persönlichen Geschichte, du konntest nicht wissen, wie es ausgeht. Das wissen wir nie, aber wir müssen auch nicht. Alles, was wir dürfen, ist dieser eine nächste Schritt, diesen zu gehen, und dann werden wir wieder spüren, Und unser Kopf suggeriert, dass wir das Ende und die Lösung schon haben müssen, und das haben wir nie, nie. Weder im Business noch bei den Mormonen noch in der neuen Form von Liebe. Aber den Schritt können wir alle gehen. Wir sind fähig, diesen Schritt zu gehen.
21:15ShailiaJa, absolut. Und Ich meine, bei der Geschichte geblieben. 10 Jahre später sind wir immer noch am Frisch jedes Mal täglich neu überlegen. Das, das, das ist nie endgültig. Das Leben ist ein Stunde-für-Stunde-Spiel, eine Minute-für-Minute-Spiel. Das ist nicht, wie unser Kopf uns suggerieren will, dass wir entscheiden das und dann ist es für unser restliches Leben so. Nicht im Business so, nicht in Beziehung so. Nicht in Ernährung, so überall in Erziehung. So, it's a minute-by-minute game. Und, und das ist, das ist richtig cool. Ja, schließen wir ab, Silvia?
22:06SilviaSchließen wir ab. Ja, danke vielmals, dass ihr das Thema so mitgetragen habt. Und wow, was für tolle Aspekte und berührende Geschichten. Und ich glaube, was wir dir da draußen als Zuhörer, Zuhörerin wirklich mitgeben wollen: Du spürst es. Spüre in dich hinein und lass dich von diesem Gefühl Schritt für Schritt, von Minute zu Minute weitertragen. Du musst nicht wissen, wie es in einem Monat, in 5 Jahren, in 10 Jahren ausschaut. Vertrau auf dein Gefühl, das sagt dir einfach das Richtige, das kommt aus dir heraus. Ja, bis zum nächsten Mal, alles Liebe, tschüss!
22:46ShailiaTschüss!
22:46Lea WernliTschüss!
22:49Outro-SprecherWir hoffen, dir hat diese Episode gefallen und du hast etwas Neues für dich herausgehört. Hinterlass uns doch einen Kommentar und erzähl uns davon. Wenn du keine Episode versäumen möchtest, abonniere am besten den Podcast auf deinem Lieblingskanal. Alle Sprecherinnen sind erfahrene Coaches und unterstützen dich sehr gerne auf deinem individuellen Weg zum erleichterten im Leben, Business und Beruf. Besuche uns dazu auf unserer Webseite insights-insight.com. Dort findest du alle Episoden und noch weitere Details zu uns. Wir freuen uns auf dich. Bis zum nächsten Mal!