Kunden gewinnen ohne Social Media? Wie meine letzten sieben Kund:innen zu mir kamen

Kunden gewinnen ohne Social Media? Wie meine letzten sieben Kund:innen zu mir kamen

Fünf persönliche Einladungen, mehr als 15 Gespräche und vier Schritte, die ich gelernt habe, bevor ich mich intensiv mit Marketing beschäftigt habe.

Ich beschäftige mich gerade intensiv mit Marketing. Instagram. Positionierung. Website. Content. Ich lerne unglaublich viel, und manches macht mir richtig Spass.

Gleichzeitig ist mir kürzlich etwas aufgefallen, worüber ich selbst schmunzeln musste:

Meine letzten sieben Kund:innen kamen nicht über Instagram.

Auch nicht über einen Funnel. Und nicht über eine ausgeklügelte Newsletterstrategie.

  • Fünf davon habe ich persönlich zur Zusammenarbeit eingeladen.
  • Zwei sind von sich aus auf mich zugekommen.
  • Mehr als 15 Gespräche habe ich in dieser Zeit geführt.

Nicht jedes Gespräch wurde zu einer Zusammenarbeit. Und das musste es auch nicht. Aber ich habe etwas getan, das ich schon lange kenne und das für mein Business immer wieder einen Unterschied macht:

  • Ich bin mit Menschen in Kontakt gekommen.
  • Habe mich für sie interessiert.
  • Zugehört.
  • Gecoacht.
  • Und Einladungen ausgesprochen.

Ich habe Kundenkreation gelernt, bevor ich Marketing gelernt habe.

Und je mehr ich mich heute mit Marketing beschäftige, desto deutlicher wird mir, wie wertvoll diese Fähigkeit ist.

Du musst nicht warten, bis jemand auf dich aufmerksam wird

Versteh mich nicht falsch. Ich finde Marketing wichtig. Ich beschäftige mich gerade selbst intensiv damit, weil ich lernen möchte, meine Arbeit sichtbarer zu machen. Eine gute Website kann helfen. Instagram kann helfen. Ein Newsletter kann helfen. All das kann Menschen auf dich aufmerksam machen.

Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass wir vor lauter Sichtbarkeit etwas vergessen: Wir können auch selbst Möglichkeiten schaffen.

Du musst nicht warten, bis jemand deinen nächsten Post sieht. Bis deine Reichweite wächst. Bis dein Funnel funktioniert. Oder bis jemand von sich aus fragt, ob er mit dir arbeiten kann.

Du kannst Menschen kennenlernen. Gespräche führen. Coaching erlebbar machen. Und Einladungen aussprechen.

Nicht wahllos. Nicht aufdringlich. Und schon gar nicht mit dem Gedanken, dass aus jedem Gespräch eine Kundin oder ein Kunde werden muss. Sondern weil du etwas anzubieten hast, das für einen anderen Menschen wertvoll sein könnte.

Kundenkreation ist ein Handwerk

Ich glaube, wir unterschätzen manchmal, wie viel wir selbst beeinflussen können. Natürlich kannst du nicht bestimmen, wer bei dir kauft. Und ich möchte das auch gar nicht. Menschen sollen sich frei entscheiden können.

Aber du kannst beeinflussen,

  • wie viele echte Gespräche entstehen,
  • wie viele Menschen deine Arbeit kennenlernen,
  • wie oft du jemandem die Möglichkeit gibst, Coaching zu erleben,
  • und wie viele klare Einladungen du aussprichst.

Du kannst nicht entscheiden, wer bei dir kauft. Aber du kannst beeinflussen, wie viele echte Gespräche, Beziehungen und Einladungen entstehen.

Für mich besteht dieses Handwerk aus vier Schritten:

  1. Intention: Mit wem möchtest du arbeiten?
  2. Connection: Menschen sind keine Leads.
  3. Coaching: Lass Menschen erleben, was du kannst.
  4. Invitation: Mein Job ist die Einladung. Nicht das Ja.

1. INTENTION: Mit wem möchtest du arbeiten?

Intention: Eine Frau blickt bewusst auf eine kleine Gruppe von Menschen

Bevor ich darüber nachdenke, wie ich Kund:innen gewinne, finde ich eine andere Frage viel interessanter: Wen möchte ich eigentlich kennenlernen und begleiten?

  • Welche Menschen interessieren mich?
  • Bei welchen Themen werde ich neugierig?
  • Wem könnte meine Arbeit wirklich helfen?

Das ist etwas anderes, als eine Zielgruppe auf dem Papier zu definieren. Es geht darum, bewusst wahrzunehmen, mit welchen Menschen du in Kontakt kommen möchtest. Nicht, weil du sie zu Kund:innen machen musst. Sondern weil du eine echte Verbindung zu ihnen aufbauen möchtest.

Intention gibt deiner Kundenkreation eine Richtung. Ohne dass du schon wissen musst, was daraus entsteht.

2. CONNECTION: Menschen sind keine Leads

Connection: Zwei Frauen im Gespräch bei einer Tasse Kaffee

Ich mag das Wort Lead nicht besonders. Nicht, weil es im Marketing keinen Sinn ergibt. Sondern weil ich aufpassen möchte, wie ich über Menschen denke.

Wenn ich mit jemandem spreche, möchte ich nicht innerlich überlegen: Wie mache ich aus dieser Person eine Kundin? Ich möchte wissen:

  • Wer ist dieser Mensch?
  • Was beschäftigt ihn?
  • Was interessiert ihn?
  • Was möchte er verändern?
  • Und gibt es etwas, das uns verbindet?

Connection ist für mich keine Verkaufstechnik. Es geht um echte Beziehungen. Um Interesse. Um Gespräche, die auch dann wertvoll sein dürfen, wenn nie eine Zusammenarbeit daraus entsteht.

Denn Menschen spüren, ob du wirklich an ihnen interessiert bist. Oder ob du nur darauf wartest, dein Angebot platzieren zu können.

3. COACHING: Lass Menschen erleben, was du kannst

Coaching: Ein Moment der Einsicht im Gespräch

Wenn du Coach bist, kannst du viel darüber erzählen, was Coaching bewirken kann. Du kannst erklären, wie du arbeitest. Welche Ausbildung du gemacht hast. Welche Methoden du verwendest.

Aber manchmal ist es viel hilfreicher, wenn ein Mensch Coaching selbst erlebt. Wenn jemand im Gespräch plötzlich etwas anders sieht. Eine neue Möglichkeit erkennt. Oder eine Frage mitnimmt, über die er vorher noch nie nachgedacht hat.

Dafür braucht es nicht immer eine vollständige Coachingsitzung. Manchmal reicht ein echtes Gespräch. Eine gute Frage. Ein Moment, in dem du wirklich zuhörst.

Natürlich geht es nicht darum, Menschen ungefragt zu coachen. Und auch nicht darum, ein Verkaufsgespräch als Coaching zu tarnen. Sondern darum, dort, wo es passt und erwünscht ist, deine Arbeit erlebbar zu machen.

Menschen müssen nicht nur verstehen, was Coaching ist. Sie dürfen erleben, was dadurch möglich wird.

4. INVITATION: Mein Job ist die Einladung. Nicht das Ja.

Invitation: Eine Frau hält eine Tür auf und lädt ein

Jetzt kommt der Schritt, den viele am liebsten überspringen würden: die Einladung.

Du hast jemanden kennengelernt. Ihr habt gesprochen. Vielleicht hat die Person durch dich bereits etwas neu gesehen. Und du hast den Eindruck, dass eine Zusammenarbeit hilfreich sein könnte.

Dann darfst du das sagen. Klar. Freundlich. Ohne dich zu entschuldigen. Und ohne zu versuchen, dein Gegenüber zu überzeugen. Zum Beispiel:

«Ich könnte mir vorstellen, dass ich dich bei diesem Thema gut begleiten kann. Möchtest du hören, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte?»

Und dann darf die Person entscheiden. Ja. Nein. Vielleicht später. Alles ist möglich.

Mein Job ist die Einladung. Nicht das Ja.

Diesen Satz finde ich unglaublich befreiend. Denn sobald ich unbedingt möchte, dass jemand bei mir kauft, verändert sich etwas. Ich bin nicht mehr ganz frei. Ich höre vielleicht nicht mehr so aufmerksam zu. Ich beginne, innerlich nach Argumenten zu suchen. Oder ich versuche, das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Needy is creepy. Das gilt für mich auch beim Verkaufen. Ich möchte Menschen eine Möglichkeit zeigen. Nicht sie zu einer Entscheidung drängen.

Warum wir oft trotzdem nicht ins Handeln kommen

Vielleicht liest du diese vier Schritte und denkst: Ja, das klingt eigentlich logisch. Vielleicht hast du sogar schon einmal etwas Ähnliches gelernt. Und trotzdem passiert im Alltag oft etwas Interessantes:

  • Du möchtest Menschen kontaktieren. Aber zuerst solltest du noch deine Website überarbeiten.
  • Du möchtest mehr Gespräche führen. Aber vielleicht wäre es besser, zuerst deine Positionierung zu schärfen.
  • Du möchtest jemanden einladen. Aber du bist dir nicht sicher, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist.

Und dann ist schon wieder Freitag. Du hast viel gearbeitet. Vielleicht sogar unglaublich viel. Aber die Nachricht, die du schreiben wolltest, ist immer noch nicht verschickt.

Ich kenne das aus meinem eigenen Business. Es gibt immer etwas, das noch erledigt werden könnte. Und vieles davon ist auch sinnvoll. Aber manchmal ist das nächste sinnvolle Ding nicht noch ein neuer Post. Sondern ein Gespräch. Eine Nachricht. Oder eine Einladung.

Eine Einsicht ist noch keine gelebte Veränderung

Du kannst wissen, wie Kundenkreation funktioniert. Und trotzdem kaum Kundenkreation praktizieren.

Deshalb reicht es mir nicht, die vier Schritte einfach zu erklären. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem wir sie gemeinsam anwenden.


KUNDENKREATION: acht Wochen lernen und direkt umsetzen

Powerhour: Drei Frauen setzen gemeinsam am Tisch um

Am 2. November 2026 startet mein neues Programm KUNDENKREATION. Es richtet sich an Coaches und Menschen, die andere begleiten und lernen möchten, aktiv neue Möglichkeiten für ihre Arbeit zu schaffen.

Nicht durch Druck. Nicht durch irgendwelche Verkaufstricks. Sondern durch echte Kontakte, gute Gespräche, erlebbares Coaching und klare Einladungen.

Wir treffen uns acht Wochen lang jeden Montag von 10 bis 12 Uhr. Und diese zwei Stunden sind bewusst aufgeteilt.

10–11 Uhr: Kundenkreation

In der ersten Stunde beschäftigen wir uns mit dem Handwerk. Wir lernen. Reflektieren. Üben. Stellen Fragen. Und schauen, was du konkret für deine Kundenkreation brauchst. Dabei arbeiten wir mit den vier Schritten:

INTENTION → CONNECTION → COACHING → INVITATION

11–12 Uhr: Powerhour

Und dann machen wir etwas, das mir besonders wichtig ist. Wir setzen direkt um. Gemeinsam. Je nachdem, was gerade zu deinem nächsten Schritt passt:

  • Du schreibst die Nachricht, die du schon länger schreiben möchtest.
  • Du nimmst die Audio auf.
  • Du kontaktierst einen Menschen.
  • Du vereinbarst ein Gespräch.
  • Oder du sprichst eine Einladung aus.

Du musst nicht erst nach dem Kurs irgendwann Zeit dafür finden. Du musst auch nicht darauf hoffen, dass du nächste Woche motivierter bist. Wir nehmen uns diese Stunde. Und machen es.

Weniger über Kundenkreation nachdenken. Mehr Kundenkreation praktizieren.

Für wen ist KUNDENKREATION gedacht?

Für dich, wenn du als Coach oder in einer anderen begleitenden Tätigkeit arbeitest und Menschen mit deiner Arbeit erreichen möchtest. Und wenn du

  • nicht ausschliesslich darauf warten willst, dass jemand auf dich aufmerksam wird,
  • lernen möchtest, wie echte Kontakte und Gespräche entstehen,
  • Menschen deine Arbeit erleben lassen möchtest,
  • und bereit bist, Einladungen auszusprechen, auch wenn nicht jede mit einem Ja beantwortet wird.

Du brauchst dafür keine riesige Reichweite. Keinen perfekten Instagram-Account. Und keinen fertigen Funnel.

Aber du solltest bereit sein, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Denn Kundenkreation findet nicht nur in deinem Kopf statt. Sie findet zwischen Menschen statt.

Du kannst klein anfangen

Vielleicht möchtest du zuerst verstehen, wie ich mit den vier Schritten arbeite. Dafür habe ich einen kostenlosen Minikurs zur Kundenkreation erstellt. Darin lernst du meinen Ansatz kennen und kannst beginnen, deine eigene Kundenkreation bewusster zu gestalten.

👉 Hier geht es zum kostenlosen Minikurs

Und wenn du bereits weisst, dass du nicht nur lernen, sondern gemeinsam ins Handeln kommen möchtest, kannst du direkt bei KUNDENKREATION dabei sein.

  • Start: Montag, 2. November 2026
  • Dauer: 8 Wochen
  • Zeit: jeden Montag, 10–12 Uhr
  • Investition: CHF 1’111

👉 Hier kannst du KUNDENKREATION buchen

Ich glaube nicht, dass du darauf warten musst, bis du endlich sichtbar genug bist. Du darfst heute anfangen, Möglichkeiten zu schaffen.

Mit einem Menschen. Einem Gespräch. Einer Einladung.

Tiefer sehen. Anders handeln.

Herzlich
Lea