Du musst nicht die ganze Weihnachts-Zeit tragen. Punkt.

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Lass uns ehrlich sein:

Diese Zeit stresst nicht, weil sie „besonders“ ist.

Sie stresst, weil wir automatisch eine Rolle übernehmen:

Ich mach’s schon.

Wer wir oft sind

Wir sind die, die an alles denken.

Die Pläne schmieden. Die Aufgaben sortieren. Die Stimmung oben halten.

Und irgendwann merkst du:

Eigentlich bin ich die gesamte Weihnachtsabteilung.

Allein.

Du darfst lieben — und erschöpft sein

Du kannst deine Menschen lieben und gleichzeitig erschöpft sein von der Verantwortungslawine.

Das ist völlig normal.

Es ist kein Verrat an der Liebe, wenn du sagst: „Mir wird das gerade zu viel.“

Fünf praktische Frechheiten

1. Lass eine Tradition weg. Einfach so.

Kein Adventskranz? Keine Guetzli? Kein Jahresend-Brimborium?

Du schuldest niemandem eine Erklärung. Die meisten merken’s eh nicht — und falls doch: Sie überleben.

2. Mach’s gut genug — nicht perfekt.

Du musst nicht alles dekorieren, organisieren, optimieren.

Frag dich: „Reicht das?“

Wenn ja: stoppen. Wirklich stoppen.

3. Du darfst Nein sagen. Ohne grosse Geschichte.

„Dafür habe ich dieses Jahr keinen Kopf.“

Dieser Satz rettet Leben. Vor allem deins.

4. Plane Pause ein wie einen Termin.

Wenn du wartest, bis „alles erledigt ist“, kommst du nie an.

Setz dir Zeitfenster für Nichtstun. Fünf Minuten. Zwanzig Minuten. Einen Abend.

Praktisch. Machbar. Wirksam.

5. Du bist nicht für alle Gefühle im Raum verantwortlich.

Du hast kein Abo auf Harmonie-Management.

Es ist nicht deine Aufgabe, alle auf Linie zu halten. Wenn jemand schlechte Laune hat — die gehört der Person, nicht dir.

Was du tun darfst

Reduziere. Delegiere. Lass weg, was niemand braucht.

Was bleibt, ist das Wichtigste:

Du — anwesend, menschlich, unperfekt.

Diese Zeit kann viel von dir wollen. Aber du musst ihr nicht alles geben.

Halte Energie für dich selbst zurück.

Eine kleine Erinnerung

Wenn dir heute jemand sagt „Ach komm, das war doch immer so“ — atme einmal.

Und dann sag: „Ja. Aber dieses Jahr machen wir es anders.“

Du musst nicht alles tragen.

Wirklich nicht.

— Lea

ÜBER DIE AUTORIN

Lea Wernli

Transformations-Coach, ADHS-Begleiterin und Mentorin in der Coach-Ausbildung. Arbeitet mit den Drei Prinzipien als Fundament. Zürich.

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