Ich teile heute etwas sehr Persönliches mit dir. Und eine Einladung, die mich selbst viel gelehrt hat.
Warum wir Dinge nicht tun
Ich glaube, ganz viele von uns tun Dinge nicht — weil wir Angst haben, zu scheitern.
Und uns danach zu schämen.
Diese Stimme. Kennst du sie?
Diese innere Frau Rottenmeier — die strenge Gouvernante aus Heidi — die uns unentwegt vorhält, wo wir unser Wort nicht gehalten haben.
Was wir „hätten tun sollen“. Was wir wieder nicht geschafft haben. Wo wir versagt haben.
Sie ist laut. Sie ist gnadenlos. Und sie hat einen sehr feinen Sinn für unseren wundesten Punkt.
Mein eigenes Lernfeld
Ich bin seit einem Jahr dabei, mein Business anders zu gestalten.
Online-Präsenz. Neues Marketing. Neue Wege, Menschen zu erreichen.
Und ich kann dir sagen:
Ich scheitere. Kolossalerweise. Immer wieder.
Und ich lerne unglaublich viel.
Was sich als Geschenk herausgestellt hat
Resilienz.
Die Fähigkeit, mit Ausprobieren, Experimentieren, Fehler machen und Lernen einfach sein zu können — ohne in Scham zu versinken.
Diese Haltung macht Navigieren so viel leichter.
Daten statt Drama.
Es klingt nicht sexy
Es verkauft sich noch nicht gut, weil „Scheitern und Lernen“ nicht nach Erfolgsgeheimnis klingt.
Aber stell dir vor:
Es ist möglich — ohne Scham. Ohne Schuld. Mit einem stabilen Boden unter den Füssen.
Mindblowing.
Eine Übung für dich: Die Liste der ungehaltenen Versprechen
Nimm dir 15 Minuten. Hol Stift und Papier.
Schritt 1 — Schreib alles auf.
Alles, was du dir schon versprochen hast zu tun — und es nicht getan hast.
Ohne Zensur. Ohne Bewertung. Einfach raus damit.
Das Yoga. Die Steuererklärung. Der Anruf bei der Freundin. Das Sportabo. Das Buch. Die neue Routine.
Schritt 2 — Sortiere ehrlich.
→ „Das werde ich nie tun.“
Streich es. Radikal. Ade. Gone.
Kein Drama, kein schlechtes Gewissen. Es war nie wirklich deins.
(Du wirst überrascht sein, wie befreiend das ist.)
→ „Ich will das wirklich.“
Lass es stehen. Markiere es. Du musst nicht heute anfangen. Aber du sagst dir: Das ist mir wichtig.
→ „Das ist eigentlich erledigt — ich habe es nur nicht gewürdigt.“
Auch das gibt es. Wir machen so viel und vergessen es. Auch das gehört auf die Liste.
Was diese Übung leise verändert
Die Frau Rottenmeier wird leiser.
Nicht weil sie weg ist. Sondern weil du klarer wirst, was wirklich deins ist und was nicht.
Und für das, was deins ist, brauchst du nicht Härte. Du brauchst Mitgefühl. Und kleine Schritte.
Genau das.
— Lea
