Jenseits der Diagnosen: ADHS, Perimenopause und der Schubladen-Trost

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Wir alle kennen sie — diese „Einschubladisierungen“, die uns kurz- oder langfristige Erleichterung bringen.

ADHS. Perimenopause. Scanner-Persönlichkeit. Hochsensibel.

Sie geben unserem Gehirn eine Erklärung. Und das fühlt sich erst mal gut an. Endlich ein Wort für das, was wir spüren. Endlich eine Schublade, in die das passt, was sich vorher nach „mit mir stimmt was nicht“ angefühlt hat.

Warum das Wertvoll ist

Diagnosen sind nicht nichts. Sie können uns verstehen lassen, warum bestimmte Muster auftauchen. Sie können Selbstvorwürfe lösen. Sie können den Weg zu Unterstützung öffnen.

Bei mir war ADHS so eine Erleichterung. Aha — deshalb.

Was darüber hinaus möglich ist

Und doch: Wir alle haben eine klare innere Stimme, die uns sagt, was zu tun ist — wenn es überhaupt etwas zu tun gibt.

Diese Stimme braucht keine Diagnose. Sie war schon vor jeder Schublade da.

Sie ist es, die dich morgens spüren lässt, was du brauchst. Die dir leise zuflüstert, wenn etwas nicht stimmt. Die dich an deine eigenen Ressourcen erinnert, auch wenn der Kopf gerade sehr laut ist.

Vertrauen in die innere Weisheit

Diese Stimme zu hören ist kein Talent. Es ist eine Erinnerung.

Und je mehr wir ihr vertrauen, desto leichter wird das Leben — nicht weil die Herausforderungen verschwinden, sondern weil wir lernen, ihnen aus einem anderen Ort zu begegnen.

Aus einem Ort, der weiss, dass wir heil und ganz sind. Mit oder ohne Diagnose.

Eine kleine Einladung

Wenn du gerade eine Diagnose mit dir trägst: behalte sie. Sie ist hilfreich.

Aber glaub nicht, dass sie alles über dich erklärt. Du bist mehr als deine Schublade.

Hör hin. Diese innere Stimme ist immer noch da.

— Lea

ÜBER DIE AUTORIN

Lea Wernli

Transformations-Coach, ADHS-Begleiterin und Mentorin in der Coach-Ausbildung. Arbeitet mit den Drei Prinzipien als Fundament. Zürich.

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