Ich habe in den letzten Wochen viel gefühlt.
Wut. Ohnmacht. Trauer.
Wenn ich die Nachrichten sehe — Gaza. Politiker, die auf Gewalt statt Diplomatie setzen. Rechtspopulistische Strömungen überall — dann spüre ich, wie mich das reinzieht.
Doomscrolling. Gedankensturm. Alles auf einmal.
Was ich dann brauche
Genau jetzt brauche ich mein bestes Werkzeug:
Fühlen, was da ist.
Mich kalibrieren.
Spüren, wo ich gerade stehe.
Und von dort aus handeln — aus der Klarheit, nicht aus der Wut.
Ist das einfach? Nein.
Es fordert mich heraus. Jeden Tag.
Aber ich weiss, dass es funktioniert. Und ich weiss, dass es der einzige Weg ist, wie ich Teil der Lösung sein kann. Nicht Teil des Problems.
Ein Text, der genau das auf den Punkt bringt
Letzte Woche bin ich über einen Text von Mamoon Yusaf gestolpert — aus seinem Buch „Inside the Soul of Islam“.
Ich teile ihn mit dir:
„Ich sage dies zu allen Menschen, jedes Glaubens und keines:
Wenn du Terrorismus stoppen willst, sei kein Terrorist.
Terrorisiere dich nicht in deinem eigenen Geist. Füge deiner Familie oder deinen Freunden keinen Terror zu — durch schreckliche Gedanken, Worte und Taten — wegen deines emotionalen Zustands im Moment.
Falle nicht in dieselbe Falle, in die Terroristen fallen. Was du tust, wie du denkst und lebst, mag unverbunden scheinen mit den gewalttätigen Handlungen einiger weniger hasserfüllter Menschen, aber ich versichere dir: Es ist es nicht.
Terrorismus (und Krieg) ist die physische Manifestation der spirituellen Krankheit, die das kollektive Bewusstsein der Menschheit infiziert hat.
Wenn du das kollektive Bewusstsein der Menschheit anheben willst, hebe dein eigenes Bewusstsein an.
Wenn du die ganze Welt heilen willst, heile dich selbst zuerst.“
— Mamoon Yusaf
Was das mit den Nachrichten zu tun hat
Wir können nicht direkt die Politik der Welt verändern. Aber wir können sehr direkt verändern, wie wir mit unseren eigenen schweren Gefühlen umgehen.
Wenn ich aus Wut handle, füge ich der Welt mehr Wut zu.
Wenn ich aus Klarheit handle, füge ich Klarheit zu.
So einfach. So unbequem. So wahr.
Eine sanfte Erinnerung
Du darfst die schweren Gefühle haben.
Du darfst Wut empfinden über Ungerechtigkeit.
Aber bevor du handelst — pausiere.
Frieden beginnt in dir. Und von dort breitet er sich aus.
Es ist nicht naiv. Es ist die einzige Art von Frieden, die wir wirklich beeinflussen können.
— Lea
