Ein persönliches Wort: Warum ich nicht Teil der offiziellen Drei-Prinzipien-Community bin

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Eine Frage hat mich seit Monaten beschäftigt — eigentlich seit Jahren:

Wie lässt sich persönliches Wachstum durch spirituelle Prinzipien fördern, ohne in dogmatische Glaubenssätze abzurutschen, die in solchen Kontexten oft entstehen und letztlich sogar schädlich wirken können?

Uff. An dieser Frage kaue ich lange.

Was ich heute aussprechen kann

Die Drei Prinzipien haben mein Leben so tief berührt und verändert, dass ich heute etwas ausspreche, das ich lange nicht sagen konnte:

Ich stimme nicht mit allen Menschen, Gruppen oder Verbänden überein, die die „reine Lehre“ bewahren oder weitergeben möchten.

Das ist legitim — aber es ist nicht mein Weg.

Es hat unglaublich lange gedauert, bis ich den Raum in mir fand, das so sagen zu können. Ich war oft traurig. Denn ich fand in den Lehren so unglaublich viel. Es hat mein Leben verändert. Meine Beziehung. Das Leben meiner Kinder und meiner Kundinnen.

Dieser Teil bleibt. Mit Sicherheit. Auch in meiner Arbeit.

Was ich aber auch sehe

In den Gruppen, in den Verbänden, in den Ideen über das, was die Prinzipien sind — dort menschelt es. Wie überall.

Oft sogar mit dem Anspruch, das Richtige zu tun oder zu sagen.

In spirituellen Gruppen, bewussten Räumen und Coaching-Containern passiert das leider häufiger, als wir es uns eingestehen möchten:

  • Subtile oder deutliche Hierarchien
  • Moralische Überlegenheit
  • Manchmal sogar Manipulation

Etwas erkannt zu haben — sogar echte Einsichten zu haben — bedeutet nicht automatisch, ein „besserer Mensch“ zu sein.

Manchmal führt das Gefühl, etwas Wahres gesehen zu haben, sogar dazu, rechthaberisch, selektiv, dogmatisch oder verurteilend zu werden.

Patriarchale Strukturen und alte Konditionierungen machen auch vor solchen Räumen nicht halt. Sie kleiden sich dort einfach eleganter.

Eine Entschuldigung an dich

Wie kann ich mir meine eigenen dogmatischen Ausschweifer während der sehr ausgeprägten ersten Verliebtheit (nach meinem Erwachen) vergeben? Ich weiss es nicht so genau. Damit sitze ich immer wieder.

Falls du durch meine damalige Blindheit eingeschränkt wurdest, tut mir das aufrichtig leid.

Melde dich gerne, falls etwas noch im Raum steht.

Was bleibt

Ich werde mein Leben lang dankbar für die Prinzipien sein.

„There is no payback for a teacher in 10,000 lifetimes.“

Danke Sydney Banks und allen anderen wundervollen Menschen auf diesem Weg.

Und gleichzeitig weiss ich heute: Es gibt unendlich viele Wege.

Unendliche Möglichkeiten, bewusster, wacher und freier von Leid zu werden. Nie nur einer — auch wenn einer besonders hilfreich ist.

Was als Nächstes kommt

In den letzten Jahren habe ich Human Design studiert, Energiearbeit, Emotionsarbeit, somatische Arbeit. Ich erforsche seit Monaten verschiedenste Lehren — immer mit dem tieferen Wissen der Prinzipien als Boden, von dem aus ich komme.

All das fliesst in meine nächste Ausbildung, Coachings und Kurse ein.

Authentisch. Integer. Und hoffentlich so undogmatisch wie möglich.

Wenn du etwas in einem Coaching-Space, in einer bewussten Gruppe oder im Umfeld der Prinzipien erlebt hast und darüber sprechen möchtest: Melde dich gerne. Einfach so.

Wenn du weiterhin hier bist, freut mich das von Herzen.

— Lea

ÜBER DIE AUTORIN

Lea Wernli

Transformations-Coach, ADHS-Begleiterin und Mentorin in der Coach-Ausbildung. Arbeitet mit den Drei Prinzipien als Fundament. Zürich.

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