„Du warst tot. Du warst weg.“
Mit diesen Worten der Arzthelferin öffnete Andreas J. Klar die Augen wieder.
Für ihn ist der 28. April 2019 unvergessen. Nach einem schweren Autounfall war er kurzzeitig nicht mehr unter den Lebenden.
Was die Ärzte messen
Nur 14 Sekunden Atem- und Herzstillstand, sagen die Ärzte.
Aber wer Andreas zuhört, versteht: Man kann nach so einem Sehen nicht mehr gleich in der Welt sein wie vorher.
Was sich für ihn verändert hat
Wir haben mit Andreas ein langes Gespräch geführt — über das, was während dieser 14 Sekunden in ihm geschehen ist. Und über das, was danach kam.
Er spricht über den Tod als Erlösung. Über das Ankommen in dem, was er sein wahres Zuhause nennt.
Und über etwas, das viele von uns angeht, ohne dass wir je in dieser Grenzerfahrung waren:
Warum Erfolg für ihn heute eine ganz andere Bedeutung hat.
Was so eine Geschichte mit dir zu tun hat
Ich glaube nicht, dass wir eine Nahtoderfahrung brauchen, um das zu sehen, was Andreas heute sieht.
Aber wenn wir Menschen zuhören, die so etwas erlebt haben, öffnet sich oft etwas in uns. Wir spüren: Ja, da ist noch etwas anderes. Etwas, das nicht von Erfolg, Status oder Bestätigung abhängt.
Das, was bleibt, wenn die Werkzeuge weg sind.
Was ich aus dem Gespräch mitgenommen habe
Wie viel Energie wir aufwenden, um Dinge zu jagen, die uns am Ende des Lebens vielleicht gar nicht so wichtig erscheinen werden.
Wie wenig wir manchmal genau die Menschen sehen, die direkt vor uns stehen.
Und wie sehr eine kleine Erinnerung daran reichen kann, einen Tag anders zu leben.
Was du dich heute fragen könntest
Wenn du 14 Sekunden weg gewesen wärst — und dann wieder zurück:
Was wäre dir plötzlich klar?
Du brauchst die Antwort nicht aufzuschreiben. Aber lass die Frage einen Moment durch dich gehen.
— Lea
