Es passiert absolut nichts, wenn du dieses Jahr prokrastinierst und deine grossen Ziele nicht erreichst. Du bist trotzdem supertoll.
Aber: Es gibt etwas, das es viel leichter macht, Dinge in die Welt zu bringen. Wenn du das weisst, verändert sich vieles.
Was wir kennen
Wir haben tolle Pläne. Ziele. Herzenswünsche. Vorsätze.
Und dann — spätestens am 17. Januar — bleiben wir doch auf dem Sofa liegen. Statt joggen zu gehen.
Wikipedia nennt das Prokrastination: Aufgaben werden trotz vorhandener Gelegenheiten und Fähigkeiten entweder nicht oder erst zu spät erledigt.
Und statt am nächsten Tag doch noch die Schuhe anzuziehen, geben wir auf. Lassen sie in der Ecke vergammeln.
Warum?
Einer der Hauptgründe, der in der Forschung genannt wird: die vorherrschende Stimmung.
Wir lassen uns von unserer Laune leiten.
Wenn wir motiviert und gut gelaunt sind, schlüpfen wir in die Schuhe. Wenn wir gestresst, müde oder schlechtgelaunt sind — Sofa.
Was du als Leser:in hier weisst
Du hast einen Vorteil. Du weisst, dass wir zu 100 Prozent unsere Gedanken fühlen. Nicht das Wetter. Nicht die Chefin. Nicht den Vorsatz.
Und Stimmungen sind wie das Wetter: Sie kommen und gehen.
Was das im Alltag heisst
Du kannst trotzdem joggen. Trotz schlechter Laune.
Du kannst trotzdem kochen. Trotz unmotivierter Gedanken.
Du kannst trotzdem schreiben. Trotz Selbstzweifel.
Deine Gefühle sagen dir nur, wo du gerade in deinem Innern bist. Sie sind kein Wegweiser für das, was du tun sollst.
Eine kleine Übung für die nächsten Wochen
Wenn du das nächste Mal denkst „Heute habe ich keine Lust“ — geh trotzdem.
Nicht aus Härte. Nicht aus Selbstoptimierung. Sondern aus der einfachen Beobachtung: Meine Stimmung muss nicht entscheiden, ob ich mein Leben lebe oder nicht.
Und wenn du nicht gehst? Auch OK. Du bist trotzdem nicht das Problem.
Du fühlst nur gerade einen Gedanken.
— Lea
