Kennst du diese Momente, in denen du über deine Eigenheiten stolperst?
Die kleinen „So bin ich halt“-Macken. Die Grenzen. Die Ungeduld. Das Chaos. Und sofort denkst du: „Uff. Da müsste ich echt besser sein.“
Eine Erkenntnis, die sich anfühlte wie tiefes Ausatmen
Vielleicht sind diese „Schwächen“ — gegen die wir ständig ankämpfen — gar keine Fehler.
Vielleicht sind sie etwas anderes:
Stil. Unser persönlicher Rhythmus. Unsere Art, durchs Leben zu gehen.
Zwei Beispiele
Ich marschiere fröhlich und planlos in den Wald los. Typisch Lea.
Meine Freundin Shailia bringt mit einer fast magischen Leichtigkeit Struktur und Klarheit in alles, was sie berührt.
Wer von uns macht es „richtig“?
Beides. Weil weder Spontaneität noch Struktur richtig oder falsch ist. Es ist einfach unsere Natur.
Die Frage, die mich seitdem begleitet
Was, wenn das, was du an dir verbessern willst, dich in Wahrheit führt?
Was, wenn diese „Macken“ dir etwas zeigen?
- Wie dein Nervensystem arbeitet
- Was deine Energie braucht
- Wo deine Kreativität herkommt
- Wie du am besten Probleme löst
Plötzlich werden „Schwächen“ zu Daten. Zu Hinweisen. Zu Information über dich.
Was sich verändert, wenn du das siehst
Du musst dich nicht mehr optimieren.
Du musst nicht mehr werden wie alle anderen.
Du darfst herausfinden, wie du am besten funktionierst — und das verstärken, nicht bekämpfen.
Wenn du planlos los marschierst — gut. Bau dir ein Leben, in dem das ein Vorteil ist.
Wenn du Struktur liebst — gut. Bau dir ein Leben, in dem das ein Vorteil ist.
Eine sanfte Einladung
Schreib eine Liste:
Drei „Schwächen“, die du gerne weghaben würdest.
Und dann frag dich bei jeder:
Was, wenn das hier eigentlich eine Information über mein Wesen ist?
Manchmal ist die Antwort überraschend.
— Lea
