Kennst du diesen Moment?
Etwas ganz Kleines triggert dich. Und plötzlich reagierst du — noch bevor du merkst, was eigentlich passiert.
Ärger. Verteidigung. Verletztheit. Schon raus, bevor der Kopf etwas dazu sagen kann.
Was wir oft glauben
Wir denken: „Das ist mein Charakter. Das bin halt ich. Ich bin schnell zu triggern.“
Oder: „Ich muss das wegmachen. Therapie. Übungen. Geduld trainieren.“
Beides verschiebt unsere Energie an die falsche Stelle.
Was Reaktivität wirklich ist
Reaktivität ist nicht, wer du wirklich bist.
Es ist nur das, was passiert, wenn du dich in Gedanken verlierst und deine tiefere Weisheit vergisst.
Es ist nicht dein Wesen. Es ist nur Wetter.
Die gute Nachricht
Du musst Reaktivität nicht wegdrücken. Nicht bekämpfen. Nicht reparieren.
Schon das einfache Bemerken schafft Raum.
„Aha — gerade bin ich in einer Reaktion.“
In diesem kleinen Raum haben Liebe und Klarheit wieder eine Chance, einzutreten.
Wie das im Alltag aussieht
Du wirst getriggert. Du reagierst.
Aber jetzt — und das ist neu — bemerkst du es. Nicht als Selbstkritik. Sondern als Beobachtung.
„Oh. Ich bin gerade reaktiv.“
Diese kleine Erkenntnis ist die ganze Magie.
Du musst nicht zusätzlich noch ruhig werden. Du musst nicht meditieren. Du musst nur sehen, was gerade ist.
Und dann passiert oft etwas: Die Reaktion verblasst. Du kommst zurück in dich.
Was Präsenz wirklich heisst
Es geht nicht darum, Reaktivität ganz zu vermeiden.
Es geht darum, immer wieder zurückzukehren. In die Präsenz. Ins Mitgefühl. Ins Miteinander.
Du wirst weiter getriggert werden. Wir alle werden.
Aber der Abstand zwischen Trigger und Bemerken wird kleiner. Die Zeit, in der du in der Reaktion gefangen bist, wird kürzer.
Eine kleine Einladung
Beim nächsten Mal, wenn du dich beim Reagieren ertappst:
Atme. Sag innerlich: „Aha — Reaktivität.“
Mehr nicht.
Du wirst überrascht sein, wie viel Raum allein dieses Bemerken schafft.
— Lea
