Wenn Selbstvertrauen von selbst kommt, ohne Optimierung

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Kennst du diesen Gedanken?

„Ich sollte eigentlich selbstsicherer sein. Klarer. Gefestigter. Souveräner. Einfach irgendwie… mehr.“

Vielleicht hast du schon Bücher gelesen. Workshops besucht. Übungen gemacht. Und manchmal funktioniert es. Aber dann ist die Unsicherheit wieder da.

Was, wenn wir es falsch angehen?

Was, wenn Selbstvertrauen gar nichts ist, das wir aufbauen müssen?

Sondern etwas, in das wir zurückfallen — sobald wir aufhören, mit uns selbst zu diskutieren?

Wo Unsicherheit besonders laut wird

Vor einer Geflüchteten-Community in Uganda.

Mitten im Familienalltag, wenn alles eskaliert.

Einfach beim Treffen einer Entscheidung, die wir aufschieben.

In all diesen Momenten taucht das vertraute Gefühl auf: „Ich bin nicht bereit. Ich bin nicht genug. Ich weiss nicht, was ich tun soll.“

Was darunter wirklich liegt

Das Gefühl, das wir „mangelndes Selbstvertrauen“ nennen, ist meistens nichts anderes als:

Ein Kopf, der mit sich selbst diskutiert.

„Mach ich das richtig? Werde ich beurteilt? Ist das die richtige Entscheidung? Sollte ich vorbereiteter sein?“

Diese Diskussion erzeugt das Wackeln.

Nicht die Situation. Nicht deine Fähigkeiten. Die Diskussion.

Was passiert, wenn die Diskussion pausiert

Du bist plötzlich da.

Du sagst, was zu sagen ist. Du tust, was zu tun ist. Du triffst die Entscheidung — nicht aus Selbstvertrauen, das du dir mühsam aufgebaut hast, sondern aus Präsenz, die einfach da ist, wenn du nicht störst.

Eine Erkenntnis, die ich immer wieder sehe

Präsenz übernimmt die ganze Arbeit.

Wenn du aufhörst, selbstbewusst wirken zu wollen, taucht der nächste Schritt einfach auf.

Du musst nicht souverän sein. Du musst nur da sein.

Und oft ist genau das genug.

Was sich verändert, wenn du das siehst

Du musst dich nicht mehr optimieren.

Du musst dich nicht mehr besser vorbereiten als alle anderen.

Du musst nicht so tun, als hättest du keine Angst.

Du darfst die Angst spüren — und trotzdem da sein. Und sprechen. Und handeln.

Das ist echtes Selbstvertrauen. Nicht das künstliche, das wir aufbauen sollen. Das natürliche, das da ist, wenn wir uns nicht im Weg stehen.

Eine kleine Einladung

In deiner nächsten unsicheren Situation:

Hör auf, mit dir zu diskutieren.

Atme. Sei da. Sag, was du zu sagen hast.

Du wirst überrascht sein, wer du bist, wenn du nicht ständig mit dir diskutierst.

— Lea

ÜBER DIE AUTORIN

Lea Wernli

Transformations-Coach, ADHS-Begleiterin und Mentorin in der Coach-Ausbildung. Arbeitet mit den Drei Prinzipien als Fundament. Zürich.

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