Dein Wort als innere Navigation: Wie ein Wort dein Jahr verändert

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Mein Wort für das letzte Jahr war: TRUTH.

Und heiliger Bimbam — da kamen Wahrheiten ans Licht. Sonnen- und Schattenseiten.

Von mir. Von der Welt. Von Beziehungen. Von Räumen, in denen ich unterwegs war.

Was TRUTH bewegt hat

Nach langen Jahren habe ich eine Wahrheit ausgesprochen — meine Wahrheit. Nicht die Wahrheit.

Ich habe gesehen, wo Menschen nicht die Wahrheit sagen.

Und ich habe genauso klar gesehen, wo ich selbst noch wahrer werden darf.

TRUTH hat unglaublich viel angestossen. Möglichkeitsräume geöffnet. Mich durch echte Herausforderungen navigiert.

Wahrheit war nicht bequem. Aber sie war befreiend.

Was ein Jahreswort wirklich ist

(Inspiriert von Matt Cooke.)

Dein Wort ist kein Fokus-Tool. Es ist nicht nur dazu da, deine To-do-Liste zu vereinfachen.

Dein Wort ist eine Frequenz, aus der heraus du lebst und erschaffst.

Deine Ziele sind wichtig — ja. Aber dein Wort ist das energetische Fundament, auf dem all deine Ziele stehen.

Anders gesagt: Deine Ziele sind das, was du erschaffen willst. Dein Wort ist die Frequenz, aus der heraus du erschaffst.

Du kannst das gleiche Ziel verfolgen — aber aus Druck, Angst oder Mangel heraus. Oder aus Vertrauen, Weite, Wahrheit, Klarheit.

Und genau diese Frequenz entscheidet nicht nur, ob etwas entsteht. Sondern wie es entsteht. Und wie es sich anfühlt, wenn es da ist.

Wie Frequenzen wirken

Wenn dein Wort Vertrauen ist, werden Situationen auftauchen, in denen du Kontrolle loslassen darfst.

Wenn dein Wort Fülle ist, werden alte Mangelmuster sichtbar.

Wenn dein Wort Mut ist, wirst du an deine Kanten geführt.

Wenn dein Wort Sanftheit ist, zeigen sich die Stellen, an denen du hart geworden bist.

Das ist keine Strafe. Das ist Feinabstimmung.

Dein Wort wird zur Stimmgabel. Und alles, was nicht mehr zu dieser Frequenz passt, wird hörbar.

Wie du dein Wort findest

Setz dich kurz hin. Schliess die Augen.

Stell dir vor, es ist der 31. Dezember des kommenden Jahres.

Du blickst zurück. Dein Wort hat dich nicht nur begleitet — es hat dich verändert.

Spür hinein:

  • Wie fühlt sich das in deinem Körper an?
  • Was ist anders an dir?
  • Wo bist du freier, klarer, ehrlicher geworden?
  • Wie bewegst du dich heute durch dein Leben?

Bleib nicht im Denken. Lass Bilder, Gefühle, Körperempfindungen auftauchen.

Und dann die entscheidende Frage:

Welche Qualität beschreibt diesen Zustand am besten? Welches Wort fasst dieses Erleben zusammen?

Ein kleiner Check-in

Dein Wort fühlt sich weit an, nicht eng.

Es erklärt nichts — es ruft dich.

Es ist keine Leistungsanforderung, sondern eine innere Haltung.

Und oft macht es dir ein kleines bisschen Angst. Auf die gute Art.

Wenn du dein Wort liest oder aussprichst und dein Körper leise „ja“ sagt, dann hast du es.

Im Alltag

Du musst dein Wort nicht perfekt leben. Du darfst es üben.

Mach es sichtbar. Schreib es dahin, wo du es täglich siehst.

Spür es. Frag dich nicht, was es bedeutet — sondern wie es sich anfühlt.

Check täglich ein. Lebe ich heute aus dieser Frequenz?

Nicht als Urteil. Als freundliche Erinnerung.

Stolpern gehört dazu.

Die Kraft liegt nicht darin, das richtige Wort zu wählen. Die Kraft liegt darin, es immer wieder zu leben.

— Lea

ÜBER DIE AUTORIN

Lea Wernli

Transformations-Coach, ADHS-Begleiterin und Mentorin in der Coach-Ausbildung. Arbeitet mit den Drei Prinzipien als Fundament. Zürich.

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