Steckst du in deiner Geschichte fest? So findest du Freiheit von Grübeleien

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Manchmal halten wir uns selbst in unseren Geschichten gefangen — ohne es zu merken.

Wir grübeln. Wir analysieren. Wir verstärken Herausforderungen, indem wir sie immer wieder durchdenken.

Und je mehr wir das tun, desto kleiner wird der Raum, in dem Klarheit auftauchen könnte.

Eine Metapher, die mich nicht loslässt

Das Nachtfahren.

Stell dir vor, du fährst auf einer dunklen Strasse. Vor dir die Scheinwerfer eines entgegenkommenden Autos. Sie blenden dich.

Was passiert, wenn du in das Licht starrst?

Du wirst geblendet. Du verlierst die Orientierung. Du verlierst die Richtung.

Aber wenn du deinen Blick zur Seite richtest — auf die rechte Strassenseite, auf die offene Strasse vor dir — dann kannst du weiterfahren. Ruhig. Sicher.

Was das mit deinem Leben zu tun hat

Deine Probleme sind die grellen Scheinwerfer.

Wenn du in sie hineinstarrst — Stunden. Tage. Gespräche mit Freund:innen, die immer um dasselbe kreisen — wirst du geblendet.

Es gibt aber auch eine offene Strasse. Sie ist immer da. Manchmal müssen wir nur den Blick lenken.

Gewohnheitsmässig vs. echte Intuition

Hier wird es interessant.

Nicht alle Gedanken sind gleich. Da gibt es gewohnheitsmässige Gedanken — die immer dieselben Schleifen drehen. „Was, wenn das wieder schiefgeht? Was hätte ich anders machen sollen? Was sollte ich tun?“

Und es gibt echte Intuition — leise, frisch, oft überraschend. Sie kommt nicht aus dem Grübeln. Sie taucht auf, wenn das Grübeln pausiert.

Wie du den Unterschied erkennst

Gewohnheitsmässige Gedanken fühlen sich eng an. Sie wiederholen sich. Sie machen müde.

Intuition fühlt sich weit an. Sie ist neu. Sie öffnet etwas.

Wenn du in der Enge bist — du grübelst. Wenn du in der Weite bist — du hörst.

Was du tun kannst

Hör auf, deine Probleme noch tiefer zu studieren.

Lenk den Blick auf die offene Strasse. Auf das, was leise schon weiss.

Ein Spaziergang. Eine Dusche. Eine Nacht Schlaf. Manchmal ein Gebet — oder einfach das tiefe Hinhören auf das, was unter dem Lärm liegt.

Eine kleine Einladung

Heute, wenn du dich beim Grübeln ertappst, sag innerlich:

„Ich starre wieder in die Scheinwerfer.“

Und dann: lenk den Blick.

Auf den Boden unter deinen Füssen. Auf das nächste, was du tust. Auf die offene Strasse.

— Lea

ÜBER DIE AUTORIN

Lea Wernli

Transformations-Coach, ADHS-Begleiterin und Mentorin in der Coach-Ausbildung. Arbeitet mit den Drei Prinzipien als Fundament. Zürich.

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