Herausforderung Nr. 6 ist eine feine, aber extrem wirksame:
Waiting.
Warten auf ein Zeichen. Warten auf den richtigen Moment. Warten, bis sich etwas „ganz klar“ anfühlt.
Ich kenne sie sehr gut
Sie fühlt sich spirituell an. Bewusst. Nach „Ich höre auf meine innere Stimme“.
Aber wenn wir ehrlich hinschauen:
Sehr oft ist es nicht Intuition. Es ist Vermeidung.
Was wir eigentlich wissen
Die meisten von uns wissen genau, was der nächste Schritt wäre:
- Preise neu definieren
- Ein Angebot konkret machen
- Sich sichtbar zeigen
- Eine Grenze setzen
- Geld einfordern, das uns zusteht
- Eine unbequeme Entscheidung treffen
- Etwas beenden, das nicht passt
Aber wir warten auf dieses magische Gefühl, das sagt:
„Jetzt ist der Moment.“
Aus eigener Erfahrung
Dieses Gefühl kommt erst nach der Entscheidung. Nicht vorher.
Wenn du wartest, wartest du nicht auf ein Zeichen.
Du wartest darauf, dass du dich nicht mehr unwohl fühlst.
Und das passiert einfach nicht.
Was Wachstum wirklich ist
Wachstum fühlt sich an wie:
„Ich weiss, was zu tun ist — und es macht mir trotzdem etwas Angst. Und ich tu’s trotzdem.“
Nicht furchtlos. Nicht klar wie Bergluft. Eher: ehrlich. Verantwortlich. Erwachsen.
Eine etwas sanftere Übung
Schreib dir auf:
Welchen Schritt kenne ich schon längst?
Ohne Drama. Ohne Bewertung. Nur Wahrheit.
Und dann eine zweite Frage:
Was würde passieren, wenn ich ihn einfach machen würde?
Du musst nicht heute springen.
Aber heute darfst du sehen, dass du wartest.
Und dass das völlig menschlich ist.
Manchmal beginnt Wachstum mit dem Bemerken, dass man wartet.
— Lea
Teil 6 von 8.
