Heute geht es um eine Herausforderung, die extrem verbreitet ist — vor allem bei Menschen, die helfen, begleiten, zuhören, tragen.
Nicht Nein sagen.
Oder genauer:
Ja sagen — und innerlich zusammenzucken.
Ich kenne das gut
Ich habe das jahrelang gemacht.
- Ja zu Dingen, die ich eigentlich nicht tun wollte
- Ja zu Zusatzaufwand, „nur schnell noch“
- Ja zu Terminen, die mir Energie gezogen haben
- Ja zu Preisen, die sich zu eng angefühlt haben
Und dann dieses Gefühl danach: müde. Leicht genervt. Irgendwie leer.
Wir nennen es schön
Viele nennen das Grosszügigkeit. Oder Hilfsbereitschaft. Oder Engagement.
Aber ganz ehrlich? Oft ist es einfach Angst vor Klarheit.
- Angst, jemanden zu enttäuschen
- Angst, egoistisch zu wirken
- Angst, nicht mehr gemocht zu werden
- Angst, dass sonst „nichts mehr kommt“
Und hier beginnt das Geld-Problem
Wenn du ständig Dinge tust, die du eigentlich nicht tun willst, dann verlangst du selten fair dafür.
Dann arbeitest du:
- gratis
- zu günstig
- über deine Grenzen
- mit zu viel Aufwand
- mit zu wenig Energie zurück
Nicht, weil du nicht kompetent bist. Sondern weil dein Nein fehlt.
Mein Shift
Ich habe irgendwann gemerkt: Nicht das Gratis-Arbeiten war mein Hauptproblem.
Sondern, dass ich zu oft Ja gesagt habe, wo ein Nein ehrlich gewesen wäre.
Der Shift kam, als ich mir erlaubt habe zu sagen:
„Das passt für mich nicht.“
„Das mache ich nicht mehr.“
„Das ist mir zu wenig für den Aufwand.“
Und ja — das war ungewohnt. Manchmal unbequem.
Aber plötzlich wurde mein Arbeiten ruhiger. Und mein Geldfluss klarer.
Eine ehrliche Einladung
- Wo sagst du Ja, obwohl dein Körper Nein sagt?
- Wo tust du Dinge, die du eigentlich nicht mehr tun willst?
Schreib es dir auf. Du musst noch nichts ändern. Aber du darfst es sehen.
— Lea
Teil 2 von 8.
