Fragen für deine Selbstreflexion, von weisen Frauen und Männern

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Manchmal ist es hilfreich, sich eine einzige Frage zu stellen. Und in dieser Frage — und in der eigenen Antwort — einen Raum zu erkunden, der vor den alten Ideen liegt. Vor dem logischen Verstand.

Inspiriert von einer Liste, die ich kürzlich von Rich Litvin bekommen habe, habe ich nicht nur Fragen weiser Männer gesammelt, sondern auch von weisen Frauen. Denn wir alle tragen Weisheit in uns. Auch wenn wir sie manchmal vergessen.

Es lohnt sich, diesen Teil in uns zu befragen — einzuladen — und den Antworten zu lauschen.

13 Fragen aus zwei Jahrtausenden

1. Kannst du mit den wichtigsten Angelegenheiten umgehen, indem du den Dingen ihren Lauf lässt? (Lao Tzu)

2. Habe ich heute etwas getan, das mir hilft zu erwachen? (Der Buddha)

3. Frage dich in jedem Moment: „Ist das notwendig?“ (Marcus Aurelius)

4. Bist du bereit, im Einklang mit der Natur und den kosmischen Kräften zu leben? (Hildegard von Bingen)

5. Was würdest du riskieren, um Freiheit und Gerechtigkeit für alle zu erreichen? (Harriet Tubman)

6. Hast du heute dazu beigetragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen — selbst in kleinen Schritten? (Eleanor Roosevelt)

7. Warum bleibst du im Gefängnis, wenn die Tür so weit offen ist? (Rumi)

8. Bist du bereit, für die Gleichberechtigung aller Geschlechter einzutreten, selbst wenn es unbequem ist? (Mary Wollstonecraft)

9. In der kommenden Welt werden sie mich nicht fragen: „Warum warst du nicht Moses?“ Sie werden mich fragen: „Warum warst du nicht Zusya?“ — Strebst du danach, jemand anderes zu sein, oder akzeptierst du, wer du bist? (Rabbi Zusya)

10. Siehst du die Welt, wie sie ist — oder wie du konditioniert wurdest, sie zu sehen? (Tolteken-Philosophie)

11. Hast du dich gefragt, wie deine Worte und Taten die Herzen anderer beeinflussen könnten? (Maya Angelou)

12. Würdest du trotz aller Dunkelheit um dich herum immer noch an das Gute im Menschen glauben? (Anne Frank)

13. Jeder Mensch trägt das Licht der Göttlichkeit in sich. Es liegt an uns, es zu erkennen und zum Leuchten zu bringen. (Mata Amritanandamayi / Amma)

So gehst du vor

Wähle eine Frage, die dich anspricht. Nimm dir wirklich nur eine.

Setze dich für zehn Minuten in Stille. Lass deine Gedanken erst mal fliessen, ohne sie zu lenken.

Dann nimm Stift und Papier und schreibe automatisch — ohne den Stift abzusetzen, ohne zu zensieren — was zu dieser Frage in dir kommt.

Hast du etwas Neues gesehen? Etwas, das du nicht erwartet hättest?

Schreib es dir auf. Es ist ein Geschenk an dich selbst.

— Lea

ÜBER DIE AUTORIN

Lea Wernli

Transformations-Coach, ADHS-Begleiterin und Mentorin in der Coach-Ausbildung. Arbeitet mit den Drei Prinzipien als Fundament. Zürich.

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